Interview mit Marjana Schott

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Flughafen Kassel-Calden droht in finanzieller Hinsicht zum hessischen Stuttgart 21 zu werden

Donnerstag, 08. September 2011

In einem Antrag fordert DIE LINKE im Hessischen Landtag, die Luftnummer Kassel-Calden zu stoppen. Dazu erklärt die Kasseler Abgeordnete Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, ein Ausstiegszenario aus dem Projekt Regionalflughafen Kassel-Calden zu erarbeiten und dem Landtag zur Entscheidung vorzulegen. Außerdem fordern wir einen unverzüglichen Baustopp.

Das Ganze ist ein Stück aus dem Tollhaus: Im Bildungsbereich, bei der Kinderbetreuung, im Öffentlichen Nahverkehr und bei den Sozialleistungen wird mit Hinweis auf die Schuldenbremse der Rotstift angesetzt - gleichzeitig wird ein dreistelliger Millionenbetrag ohne Sinn und Verstand für ein Nonsensprojekt verpulvert."

Der Hinweis des Finanzministers, jetzt, da man schon so viel Geld in das Projekt gesteckt habe, könne man keinen Rückzieher mehr machen, sei einfach nur bizarr, so Schott.

Die dahinter stehende Logik, ‚jetzt müssen wir weiter bauen, koste was es wolle', mache den hier zutage tretenden Irrsinn deutlich Eine vergleichbare Salamitaktik bezüglich der wahren Kosten habe es bei Stuttgart 21 gegeben. „Ein hessisches Stuttgart 21 muss verhindert werden."