Interview mit Marjana Schott
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Waldsterben in Südhessen: Landesregierung schaut einfach nur zu
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Zum fortschreitenden Waldsterben in der Region Südhessen – heutige Pressekonferenz von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag - erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Seit zwanzig Jahren ist bekannt, dass etwa elf Prozent der Wälder im ganzen Rhein-Main-Gebiet – das sind rund 30.000 Hektar - akut bedroht sind. DIE LINKE fordert: Kurzfristig muss vor allem im Hessischen Ried der Grundwasserspiegel unter Wäldern durch Uferfiltration aus dem Rhein angehoben werden. Hier sind der staatliche Trinkwasser-Produzent Hessenwasser und die Aufsichtsbehörden in der Verantwortung.
Langfristig müssen die Wälder forstbaulich an den Klimawandel angepasst und die Luftschadstoffe reduziert werden. Der enorme Flächenverbrauch, wie z.B. durch den Frankfurter Flughafen, muss aufhören."
Seit 2008 untersuche die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen das Problem des Waldsterbens in Südhessen. Die Forschungsarbeiten seien sicherlich wichtig, aber notwendig seien natürlich auch konkrete Maßnahmen der Politik.
Schott: „Die schwarz-gelbe Landesregierung hat hier schon zu lange gewartet, schaut beim Waldsterben einfach nur zu oder befürwortet sogar die Rodung von Bannwald, wie am Frankfurter Flughafen."









