Interview mit Marjana Schott

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Aktionsplan gegen häusliche Gewalt: Aufklärung, Prävention, Beratung und Opferbetreuung sind nicht zum Nulltarif zu haben

Montag, 14. November 2011

Zum heute vorgestellten Aktionsplan der Landesregierung gegen häusliche Gewalt erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Kernideen des Landesaktionsplans sind ‚Optimierung', ‚Vernetzung' und ‚Interdisziplinarität'. Das klingt gut, doch Verbesserungen bei Aufklärung, Prävention, Beratung und Opferbetreuung sind nicht zum Nulltarif zu haben. Die Beratungsstellen und Notrufe sind seit Jahren deutlich unterfinanziert. Zeitnahe Betreuung und Beratung von Opfern sind unter diesen Umständen aber in aller Regel nicht möglich. Von einer guten Öffentlichkeitsarbeit, mit der die Anlaufstellen bekannt gemacht werden können und die einen Beitrag zur gesellschaftlichen Ächtung von häuslicher Gewalt leistet, ganz zu schweigen."

Wenn es der Landesregierung ernst sei mit dem Kampf gegen häusliche Gewalt, müssten vor allem die Anlaufstellen vor Ort solide und auskömmlich finanziert werden, so Schott.

„Es muss flächendeckend genügend Plätze in Frauenhäusern geben, die finanziell dauerhaft abgesichert sein müssen."