Interview mit Marjana Schott

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UN-Tag gegen Gewalt an Frauen: Mittel für Frauenhäuser und Beratungsstellen aufstocken statt kürzen und streichen

Donnerstag, 24. November 2011

Seit dreißig Jahren findet alljährlich am 25. November der von den Vereinten Nationen deklarierte Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen statt. Seit 1981 wird weltweit durch Aktionen und in Veranstaltungen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen. Dazu erklärt Marjana Schott, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Nach wissenschaftlichen Untersuchungen erleben etwa 40 Prozent aller Frauen in Deutschland sexuelle und körperliche Gewalt. Leider betrachten weltweit Regierungen Gewalt gegen Frauen allzu oft immer noch als Privatangelegenheit. Dieses Denken ist Teil des Problems.

Auch in Hessen, wo die CDU-geführte Landesregierung unter dem ehemaligen Ministerpräsident Roland Koch in der Vergangenheit Mittel für Frauenhäuser und Beratungsstellen drastisch gekürzt und gestrichen hat, ist eine Kurskorrektur vonnöten."

DIE LINKE. im Hessischen Landtag fordere von der Landesregierung, im Landeshaushalt mehr Mittel zur Absicherung der Frauenhäuser und Beratungsstellen einzustellen . Jede Frau müsse unabhängig von Einkommen oder Herkunft Zugang zu einer Schutzeinrichtung haben.

Auch Täterberatungsstellen, die dazu beitragen, weitere Gewalttaten zu verhindern, sollten eine feste finanzielle Ausstattung erhalten, so Schott.