Interview mit Marjana Schott

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Das Ende der Sexualmedizinischen Ambulanz: Landesregierung lässt Opfer und Täter im Stich

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Anlässlich der heutigen Landtagsdebatte zum Ende der Sexualmedizinischen Ambulanz an der Goethe-Universität Frankfurt am Main erklärt Marjana Schott, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 „Die Politik der schwarz-gelben Landesregierung führt dazu, dass potentielle Triebtäter jetzt keine Anlaufstelle mehr haben. Dadurch steigt die Gefährdung durch sexuelle Gewalt, vor allem gegen Kinder und Frauen. Aufgrund des finanziellen Drucks schließen die Universitäten vermehrt kleine Institute. Hierfür ist die Streichungspolitik der Landesregierung verantwortlich.

Es wäre eine wichtige Aufgabe gewesen, dass auch die Landesregierung nach Wegen gesucht hätte, die Sexualmedizinische Ambulanz zu erhalten.“ Eine Mitverantwortung für diese fatale Entwicklung treffe auch Grüne und SPD, so Schott. Ihre Steuersenkungen hätten ab 2000 zu einer horrenden Finanznot der öffentlichen Kassen geführt. In dessen Folge sei auch der Etat der Universitäten drastisch gesunken.

Schott: „Wenn die Landesregierung es ernst nehmen würde, Kinder vor sexuellen Übergriffen schützen zu wollen, dann hätte sie die Schließung verhindern müssen.“