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Zukunft der hessischen kommunalen Krankenhäuser: Öffentlich vor privat – Gesundheit ist keine Ware
Montag, 23. Januar 2012
In einem Gespräch mit Sozialminister Stefan Grüttner ging es heute u.a. um den Vorschlag, ob die kommunalen Krankenhäuser durch Gründung einer Dachgesellschaft nach dem Vorbild der ‚Gesundheit Nordhessen Holding‘ (GNH) erhalten werden können. Dazu erklärt Marjana Schott, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Wenn die Landesregierung etwas gegen die weitere Privatisierung von Krankenhäusern tun will, ist das nur zu begrüßen. Denn es gibt keine fundierten Belege, dass privat geführte Kliniken generell kostengünstiger arbeiten. Wissenschaftlich belegt ist hingegen, dass die Gewinne auf Basis geringerer Entlohnung und höherer Arbeitsintensität entstehen. Für die Patienten bedeutet das: geringe Pflegeintensität und höhere Risiken bei der Behandlung. Für DIE LINKE gilt: Gesundheit ist keine Ware – Privatisierungen zulasten der Belegschaften und Patienten sind der falsche Weg.“
Allerdings bleibe bislang vollständig unklar, so Schott, worin der Vorteil einer von der Landesregierung nun ins Spiel gebrachten Dachgesellschaft liegen könnte. Einen Einkaufsverbund der kommunalen Krankenhäuser gebe es in Hessen schon seit Jahren. Der Verweis auf die Gesundheit Nordhessen Holding sei zynisch. Denn dort sei zur Rettung des Unternehmens ein Vertrag mit der längsten je beschlossenen Laufzeit abgeschlossen worden, den die Beschäftigten mit erheblichen Lohnsenkungen über insgesamt 15 Jahre bezahlen müssten.








