Interview mit Marjana Schott

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Regierungsfraktionen verfahren nach dem Motto: Eine die Würde sichernde Pflege bekommt nur, wer sie sich finanziell leisten kann

Donnerstag, 02. Februar 2012

Anlässlich der Landtagsdebatte zu den Pflege-Gesetzentwürfe der Regierungsfraktion sowie der SPD erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„In der Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gibt es zahlreiche Probleme. In der ambulanten Pflege erhalten die pflegenden Angehörigen zu wenig Unterstützung. In der stationären Pflege herrscht eine deutlich ungenügende personelle Ausstattung. Eine menschenwürdige und die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen respektierende Pflege ist so oft nicht möglich. Darunter leiden auch die Pflegekräfte und pflegende Angehörige.“

Um hier Abhilfe zu schaffen, muss die Personalbemessung auf eine neue Grundlage gestellt werden. Der Medizinische Dienst der Kassen hat den Grundpflegebedarf festgestellt und daraus die erforderlichen Pflegezeiten abgeleitet. Diese müssten eins zu eins zur Grundlage für die Personalbemessung gemacht werden, so Schott. Nur so seien bestehende Missstände zu beheben.

Schott „Zur Lösung der Probleme in der Pflege trägt der Entwurf der Regierungsparteien gar nichts bei. Auf dieser Basis wird eine die Würde sichernde Pflege nur bekommen, wer sie sich finanziell leisten kann. DIE LINKE fordert endlich ein Umdenken in der Regierung, damit niemand sich vor dem Altwerden fürchten muss.