Interview mit Marjana Schott

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Flughafen Kassel-Calden: Millionengrab aus Beton wird den Steuerzahlern für Jahrzehnte auf den Taschen liegen

Donnerstag, 05. März 2009

Zu der von CDU und FDP inszenierten Jubelstunde im Hessischen Landtag zur Genehmigung der staatlichen Investitionen für den Flughafen Kassel-Calden erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Für den Flughafen Kassel-Calden gibt es weder einen Betreiber noch verbindliche Zusagen von Fluggesellschaften - und schon gar keine tragfähige Prognose zur Entwicklung der Arbeitsplätze. Das bestellte Gutachten stellt nur positive Arbeitsmarkteffekte dar. Negative Effekte des Flughafenprojektes auf z. B. Tourismus, Kurbetriebe und Kaufkraftexporte wurden gar nicht erst betrachtet.
In Calden werden mindestens 150 Mio. Euro in Beton gegossen. Da für den Flughafen auf längere Sicht niemand Gewinne erwartet, gibt es auch keine Investoren. Den Steuerzahlern werden dadurch jährlich ca. 20. Mio. Euro Folgekosten aufgebürdet."

In den Bereichen regenerative Energien, sanfter Tourismus und ÖPNV könnten mit diesem Investitionsvolumen in Nordhessen zwischen 10.000 und 35.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, so Schott. Dem stünden zu erwartende 60 bis 600 Arbeitsplätze direkt am Flughafen gegenüber.
Kassel-Calden sei das Gegenteil einer nachhaltigen, an Ökologie und Klimaschutz orientierten zukunftsfähigen Strukturentwicklung.

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