Interview mit Marjana Schott

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Raumordnungsverfahren in Sachen Block 6 des Kraftwerks Staudinger droht zur Farce zu verkommen

Mittwoch, 29. April 2009

Zu den Befürchtungen der BI ‚Stopp Staudinger', die Erörterungsrunde zu Block 6 sei eine reine Schauveranstaltung, erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Nach Informationen der Bürgerinitiatve ‚Stopp Staudinger' droht das Raumordnungsverfahren zur Raumverträglichkeit der Erweiterung des Kraftwerks Staudinger zur Farce zu verkommen. Wie der Sprecher der BI, Winfried Schwab-Posselt, erfahren hat, steht das Urteil des Darmstädter Regierungspräsidiums bereits fest. Es ist völlig unverständlich, wie 10.000 Einwendungen in nur wenigen Tagen behandelt werden konnten. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob das Regierungspräsidium im Interesse der Bürger oder des Energiekonzerns E.on handelt."

Der Bau des neuen Blocks würde eine schwere Belastung der Umwelt und der Gesundheit der Menschen in der Region bedeuten, so Schott. Es sei zu erwarten, dass der CO2-Ausstoß des Kraftwerks durch den Neubau von 5 auf 9 Millionen Tonnen pro Jahr ansteige. Das habe mit einer verantwortungsvollen Klimapolitik nichts zu tun.