Interview mit Marjana Schott
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Atommeiler in Biblis: Jüngste Äußerung des RWE-Vorstandschefs steht für erschreckende Realitätsverleugnung
Mittwoch, 08. Juli 2009
In dem Boulevardblatt BILD behauptet heute (8.7.2009) Jürgen Großmann, Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, auch die älteren deutschen Kernkraftwerke in Deutschland seien sicher und auf ‚Top-Niveau’. Dazu erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Eine solche Realitätsverleugnung ist gemeingefährlich. Während selbst in Studien von nicht atomkritisch eingestellten Gremien darauf hingewiesen wird, dass die Bevölkerung insbesondere durch den Betrieb von alten Atommeilern erhebliche Gefahren ausgesetzt ist – von der ungelösten Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle mal abgesehen – betreibt der RWE-Vorstandschef Vernebelungspolitik in eigener Sache.
Das passt in trauriger Weise zum fatalen Vorgehen der hessischen CDU und FDP: Diese haben angekündigt, nach der Bundestagswahl im September 2009 für eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken einzutreten, ausdrücklich auch für den Schrottmeiler im südhessischen Biblis.“
RWE, CDU und FDP sei empfohlen sich mit der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der GRÜNEN aus dem Jahr 2005 zu beschäftigen, die aktuell in der Berliner Zeitung zitiert werde, so Schott. Auf die Frage, ob die AKWs Biblis A und B, Neckarwestheim und Brunsbüttel dem neusten Stand der Technik entsprechen, heißt es schlicht „Nein“.
Statt gefährliche Dinosauriertechnologie schönzureden sollten RWE und die Regierungsparteien in Hessen lieber die Fakten zur Kenntnis nehmen.
DIE LINKE fordere aus guten Gründen die Stilllegung von Biblis und das Festhalten am Atomausstieg.









