Interview mit Marjana Schott
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BUND-Studie bestätigt: Die Hessische Landesregierung hat einen gefährlichen, unverantwortlichen Atomkurs eingeschlagen
Donnerstag, 06. August 2009
Anlässlich der Vorstellung einer Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Störfallrisiko bei einer Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag.
„Die BUND-Studie bestätigt unsere Position: Mit ihrer Befürwortung von längeren Laufzeiten auch der ältesten und störanfälligen Atommeiler Biblis A und Biblis B sind die Hessische Landesregierung und die Koalitionsparteien von CDU und FDP auf einem unverantwortlichen Kurs.
Nach der heute veröffentlichten Studie des BUND erhöhen längere Laufzeiten für alte Atomkraftwerke das Störfallrisiko deutlich. Betroffen seien besonders die Atomkraftwerke Brunsbüttel, Isar 1, Philippsburg 1, Krümmel, Neckarwestheim, Unterweser, Biblis A und Biblis B.“
Die Studie weise ausdrücklich darauf hin, dass diese Reaktoren auch nach einer Nachrüstung nicht moderne Sicherheitsstandards erfüllten, so Schott. Sie strafe das Gerede aus den Reihen der CDU und FDP, in dem die Sicherheitsrisiken regelmäßig heruntergespielt würden, schlicht Lügen.
Schott: „In jüngster Zeit haben sich Ministerpräsident Roland Koch (CDU), Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) und der Landtagsabgeordnete Frank Sürmann (FDP) in aberwitzige Argumentationen verstiegen: So behauptet die Hessische Umweltministerin gebetsmühlenartig, Biblis gehöre zu den sichersten Reaktoren der Welt. Und der Abgeordnete Sürmann erklärte unlängst, dass Biblis durch die Nachrüstungen quasi zum Neubau geworden sei.
Keine noch so abwegige Behauptung ist diesen Pro-Laufzeitverlängerung-Politikern zu peinlich, um für ihren unverantwortlichen Kurs zu werben.“









