Interview mit Hermann Schaus
Die Sicherheits- interessen der Menschen in der Region dürfen nicht länger den Profitinteressen von Fraport, Lufthansa und Co. Untergeordnet werden.
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Energiewende
erneuerbar, demokratisch, sozial.
Janine Wissler im Interview
Drei Weintrauben allein sind längst noch keine gute Sozialpolitik.
Donnerstag, 19. November 2009
Rede von Marjana Schott zur Aktuellen Stunde der SPD betreffend „Frisches Obst für hessische Schülerinnen und Schüler statt schwarz-gelber Vitaminblockade“ am 19. November 2009Â
Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren,
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Titel dieser Aktuellen Stunde ist „Frisches Obst für hessische Schülerinnen und Schüler statt schwarz-gelber Vitaminblockade“.
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Worum geht es?
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Die Gesundheit unserer Kinder sollte nach dem Willen der EU gefördert werden und dafür war man auch bereit Geld in die Hand zu nehmen. Nun hätte sich die Landesregierung wiederum mit Geld beteiligen müssen, um allen Kindern kostenloses Obst zur Verfügung zu stellen – da behauptet die Regierung schlicht, es sei kein Geld da.
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Es hätte uns ja erfreut, wenn die Regierung nach der alten Weisheit, ein Apfel am Tag erspart uns den Arzt das Programm angenommen hätte. Noch lieber wäre mir allerdings gewesen, man hätte die Gelegenheit beim Schopf gepackt und noch mal gründlich über die Mittagessenversorgung an unseren Schulen nachgedacht. Da liegt noch einiges im Argen.
Wir wollen ein kostenloses Mittagessen für alle hessischen Schulkinder – denn drei Weintrauben allein, nur für den Fall, dass Sie das vielleicht meinten, sind längst noch keine gute oder ausreichende Sozialpolitik.
Ein Anfang wäre aber auch hier, den Kindern ein kostenloses Mittagessen zu ermöglichen, die in Hartz IV oder vergleichbaren Haushalten leben.
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Aber die Frage nach dem Obst wird ja auch in der Bevölkerung durchaus konträr diskutiert. Da sind viele vor allem ältere Menschen, die kein Verständnis dafür haben, dass Eltern nicht darauf acht, dass Kinder Obst essen. Das hat aus meiner Sicht zwei Ebenen. Zum einen gibt es Eltern, die selber zu wenig darauf achten, das Bewusstsein nicht haben oder sich selbst falsch ernähren. Viele Erwachsene und auch viele Kinder leiden an Übergewicht, das zur ernst zu nehmenden Volkskrankheit geworden ist. Zum anderen kennen aber auch viele Eltern das Phänomen, dass sie ihren Kindern sehr wohl Obst mitgeben, es aber nicht gegessen wird. Da, wo die Modellversuche gelaufen sind, hat sich herausgestellt, dass die Gruppenerfahrung für das Verändern des eigenen Verhaltens ganz wichtig war. Schon deshalb ist das Programm zu empfehlen.
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Nun soll das Programm etwa 800.000 Euro kosten, das ist tatsächlich viel Geld.
Da sagt sich die Regierung lieber EBS statt Obst und sponsert eine private Eliteschule, auf der anderen Seite reicht es nicht für Obst. Ich finde auch den Slogan Obst statt EBS durchaus attraktiv.
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Allerdings kann ich ihnen sagen woher Sie es nehmen können, meine Damen und Herren von der Regierung, ohne jemandem damit weh zu tun.
Sie haben einen Etat im Haushalt der heißt: Härtefonds "Mittagessenversorgung in hessischen Schulen"
Von den eingestellten 5 Millionen Euro wurden im Jahr 2008 2.150.000 Euro abgerufen und im laufenden Jahr ist es wohl auch nicht mehr. Also, so wie ich das sehe, können Sie von dem Rest aus diesem einen Haushaltstitel, der in der Zielrichtung obendrein noch ähnlich ist für die nächsten fünf Jahre Schulobst finanzieren.
Wäre doch schon mal was. Man muss nur wollen.
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