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Willi van Ooyen - Pressemitteilungen

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Das Biosphärenreservat Rhön muss entmilitarisiert werden, um 2013 den UNESCO-Status zu behalten

Mittwoch, 13. April 2011

Zur Verantwortung der Hessischen Landesregierung für die drohende Aberkennung des Biosphärenreservats-Status der Rhön durch die UNESCO (Große Anfrage der Fraktion DIE LINKE) erklärt Willi van Ooyen, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Strategie von Land und Bund, die Rhön gleichzeitig als UNESCO-Biosphärenreservat und als Kriegsübungsplatz zu entwickeln, ist mit der Sevilla-Strategie für Biosphärenreservate unvereinbar.

Deutschland verabschiedet sich damit von dem Nachhaltigkeitsprogramm der UNESCO und dessen friedenspolitischer Ausrichtung."

Eine Große Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu dem Thema habe zutage gefördert, dass militärisch genutzte Flächen des Truppenübungsplatzes Wildflecken auch bei der nächsten Überprüfung 2013 noch zur Kernzone gerechnet werden sollten.

Nach den Internationalen Leitlinien für das Weltnetz der Biosphärenreservate dürfe die Kernzone aber keiner Nutzung und ganz besonders keiner militärischen Nutzung unterliegen, so van Ooyen.

„Bund und Länder müssen den Truppenübungsplatz Wildflecken aufgeben, wollen sie das Biosphärenreservat nicht gefährden. Die Landesregierungen der betroffenen Bundesländern sind gut beraten, ein Konversionsprogramm für die Militärfläche umzusetzen, das den Anforderungen der Internationalen Leitlinien für das Weltnetz der Biosphärenreservate genügt."