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Willi van Ooyen - Pressemitteilungen
Sozialministerium versendet Broschüre des Bundes der Vertriebenen
Donnerstag, 22. September 2011
SPD, GRÜNE und LINKE: Intransparent und nicht nachvollziehbar
Die Landtagsfraktionen von SPD, GRÜNEN und LINKEN werfen dem Sozialministerium vor, sich bereitwillig zum Postboten des Bundes der Vertriebenen (BdV) gemacht haben zu lassen. So war Staatssekretärin Müller-Klepper (CDU) in der gestrigen Sitzung des Unterausschusses für Heimatvertriebene nicht in der Lage, zu erklären, nach welchen Kriterien sich das Ministerium für den Versand entschied. Sie habe von einer „Einzelfallprüfung" gesprochen. SPD, GRÜNE und LINKE hatten in einem Dringlichen Berichtsantrag um Aufklärung gebeten.
„Das Ganze ist offensichtlich intransparent und nicht nachvollziehbar," so die Obleute der Fraktionen Dieter Franz (SPD), Kordula Schulzu-Asche (GRÜNE) und Willi van Ooyen (DIE LINKE). „Der Kauf und die Versendung der umstrittenen Broschüre aus Landesgeldern mit einem Anschreiben des BdV und dem Absender des Sozialministeriums wird immer dubioser. Weder konnte die Staatssekretärin erklären, nach welchen Kriterien die Prüfung erfolgte, noch warum die Versendung ausschließlich einen Begleitbrief des BdV enthielt. Damit adelt das Sozialministerium einen Autor, der nachweislich in rechten Kreisen breiten Zuspruch erfährt, und einen Text, der an mehreren Stellen einer wissenschaftlichen Prüfung nicht standhält.
Durch die Verbreitung kruder Thesen und Verschwörungstheorien wird der Aufarbeitung deutscher Geschichte geschadet und das Verständnis zwischen europäischen Nachbarn behindert."
Hinweis:
Hintergrund des Vorgangs ist der Versand von 450 Exemplaren der Broschüre von Alfred de Zayas „50 Thesen zur Vertreibung" durch das Sozialministerium. Das Ministerium hatte die 450 Exemplare für 4900 Euro erworben und als Absender für 200 bis 250 Euro an verschiedene Einrichtungen, darunter auch Bildungsstätten, versandt.









