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Willi van Ooyen - Pressemitteilungen

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Todestag von Martin Niemöller mahnt, sich auch in Zukunft für Frieden, Verständigung und Gerechtigkeit einzusetzen

Donnerstag, 05. März 2009

Vor 25 Jahren, am 6. März 1984, starb Martin Niemöller. Sein unermüdliches Eintreten für Frieden, Verständigung und Gerechtigkeit prägte Generationen von Pazifisten. Dazu erklärt Willi van Ooyen, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Wir gedenken unseres Freundes und wahren sein Vermächtnis, indem wir uns gegen jede Art von Kriegsvorbereitung und Krieg wenden. Auch dann, wenn `humanitäre Gründe` geltend gemacht werden, denn mit Krieg sind politische und soziale Probleme nicht zu lösen.

Martin Niemöller machte es sich nie einfach. Er widersetzte sich den Faschisten mit der Folge einer mehrjährigen Haft in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau. Er drängte 1946 auf Verständigung im beginnenden Kalten Krieg. Er stritt mit Konrad Adenauer (CDU) über die Folgen der Wiederbewaffnung. Franz Josef Strauß (CSU) erstattete Anzeige gegen ihn, da er angesichts der atomaren Aufrüstung die Ausbildung zum Soldaten die `hohe Schule der Berufsverbrecher` nannte.
Martin Niemöller, dem Ehrenbürger der Stadt Wiesbaden, wurden hohe Würdigungen zuteil. Dazu gehören u.a. das Bundesverdienstkreuz, die Albert-Schweitzer-Friedensmedaille und die Ehrenpräsidentschaft des Weltfriedensrates. Er war friedenspolitisch aktiv bis ins hohe Alter. Von Anfang an beteiligte er sich an den Ostermärschen der Atomwaffengegner, war Mitbegründer des Komitees für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit und Mitinitiator des `Krefelder Appells`".

Niemöller habe gewusst, dass um des Friedens Willen mit dem Gegner zu reden und zu verhandeln sei, um zu Vereinbarungen zu kommen, so van Ooyen. Er habe deshalb Gespräche in nahezu allen Teilen der Welt, in Ost und West, in Nord und Süd geführt.

Van Ooyen: „Martin Niemöllers Wort hatte Gewicht. Für ihn stand außer Zweifel, dass außerparlamentarisches Wirken notwendig ist, um gesellschaftliche und schließlich auch parlamentarische Mehrheiten für eine an Frieden und Verständigung orientierte Politik durchzusetzen. In diesem Sinn wird DIE LINKE in der Tradition Niemöllers tätig bleiben."