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Willi van Ooyen - Pressemitteilungen

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Kriegsminister Franz Josef Jung (CDU) im ‚Stabilisierungseinsatz’: Sein Rücktritt ist überfällig!

Montag, 07. September 2009

Zu den Aussagen des hessischen CDU-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Franz Josef Jung, zu den verheerenden Ereignissen in Afghanistan, bei dem nach bisherigen Angaben mehr als 120 Menschen umgekommen und viele schwer verletzt worden sind, erklärt Willi van Ooyen, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist zynisch und grenzt an Menschenverachtung, nach einem von der Bundeswehr angeordneten, verheerenden Luftangriff, von einem ‚erfolgreichen Schlag’ (O-Ton Jung) zu reden. Wenn Franz Josef Jung, statt sich bei den Angehörigen der Opfer zu entschuldigen, einen selbst in NATO-Kreisen als katastrophal angesehene Militärschlag in dieser Weise charakterisiert, ist das schlicht eine politisch-moralische Bankrotterklärung.

Orwellsche Qualitäten hat seine Behauptung, die Bundeswehr sei im Stabilisierungseinsatz (vgl.  George Orwells Roman 1984: ‚Lüge ist Wahrheit’ / ‚Krieg ist Frieden’)   

Im Übrigen gilt: Jung trägt die politische Verantwortung für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Angesichts der jüngsten Ereignisse muss er seinen Hut nehmen.“

DIE LINKE.-Fraktion im Hessischen Landtag rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf, am kommenden Mittwoch (9. September) sich an öffentlichen Protesten mit Infoständen, Mahnwachen, Demonstrationen und Straßenaktionen gegen die deutsche Kriegsführung in Afghanistan zu beteiligen.

 


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