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Energiewende
erneuerbar, demokratisch, sozial.
Janine Wissler im Interview
Girls Day 2010: Einblicke in die Arbeit der LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag
Dienstag, 04. Mai 2010
Was macht eine Landtagsfraktion eigentlichen den lieben langen Tag? Stephanie (23), Kim (15), Maria (12) und Sophie (14) aus Nordhessen wollten das herausfinden und kamen am 22. April, dem Girls Day, in den Landtag, um sich die Arbeit der LINKE. Fraktion aus der Nähe anzuschauen. „Hinter die Kulissen schauen. Wir wollen wissen, ob das so ist wie im Fernsehen oder wie uns im Unterricht erzählt wird,“ so Kim und Sophie.
„Wir wollen den Mädchen und jungen Frauen zeigen, wie ein Tag bei uns aussieht. Sie sollen insbesondere die Möglichkeit haben zu sehen, wie und wo in unserer Fraktion Frauen arbeiten und Politik machen,“ so Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion aus Nordhessen.
Nach einer Führung durch den Landtag erhielten Stephanie, Kim, Maria und Sophie Einblick in die Arbeit des Sekretariats, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der wissenschaftlichen Referent/innen. Marjana Schott, die den Vier am Nachmittag Rede und Antwort stand, schilderte unter anderem ihre Vorbereitung auf die aktuellen Themen anstehende Plenarwoche, die Arbeit in ihren Wahlkreisen.
„Ich habe mir die Arbeit in der Fraktion ungefähr so vorgestellt, wie ich sie erlebt habe. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele verschiedene Teilbereiche gibt und dass jeden Tag so viel zu tun ist,“ schildert Sophie ihre Eindrücke des Tages.
„Wir wollen auch im nächsten Jahr Mädchen und jungen Frauen die Möglichkeit geben, sich einen eigenen Eindruck von der Arbeit im Landtag zu verschaffen. Es wichtig, dass sie erfahren, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. Insbesondere sollen sie sehen, dass Politik keine reine Männersache ist. Wichtig ist aber auch, dass sie wissen, dass Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt ein Anspruch ist, um den immer wieder gekämpft werden muss. Die Umsetzung hat erhebliche Defizite, da Frauen nach wie vor gut 23 Prozent weniger verdienen als Männer und in Führungspositionen unterrepräsentiert sind. Schulabgängerinnen werden vor allem durch die schlechten Aussichten auf Existenz sichernde Arbeitsplätze von bestimmten Branchen Abstand nehmen.
Um Frauen bessere berufliche Chancen zu eröffnen, muss das gesellschaftliche Leitbild rücksichtslosen Wettbewerbs durch ein solidarisches Ideal ersetzt werden. Kindererziehung ist nicht alleinige Aufgabe von Müttern, sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und moderne Väter wollen nicht nur wirtschaftliche Versorger sein. Die Begabungen, Interessen und Qualifikationen junger Frauen nicht zum Zug kommen zu lassen, ist weder für die Frauen noch für die Gesellschaft tragbar. Die LINKE. Fraktion leistet ihren Betrag zur Veränderung durch eine 50% Besetzung der Mandate mit Frauen.“
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