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Die Hälfte der Welt bieten wir den Männern...

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Frauenpolitische Tagung zum Thema „Frauen und Arbeit – Frauenarbeit“

An der Tagung der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag beteiligten sich am 7. Mai in Gießen rund 40 Frauen, die in einer angeregten und solidarischen Atmosphäre über Utopien zu Erwerbsarbeit, die Zukunft der Arbeit, eigene Erfahrungen und Frauenemanzipation diskutierten.


Unter dem Motto: „Die Arbeit in meinem Leben“ startete die Tagung mit einer Frauentalkrunde, in der Frauen mit unterschiedlichen Erwerbsbiographien zu Schlüsselthemen ihres Erwerbslebens befragt wurden. Die Berichte einer Migrantin, einer alleinerziehende Mutter,  einer Frau, die seit vielen Jahren immer wieder im selben Betrieb auf Abruf mit befristeten Verträgen arbeitet, einer  Betriebsratsfrau, einer Familienfrau, einer Frau deren Erwerbsleben in der DDR begann und einer Studentin machten auf eindrucksvolle Weise deutlich, dass Frauen nicht nur auf Grund ihres Geschlechts, sondern damit verbunden auf Grund ihrer Stellung innerhalb der Familie und im Produktionsprozess oder ihrer Herkunft benachteiligt werden. Die Biographien aller Frauen waren von diesen Benachteiligung und dem oftmals kreativen Kampf gegen sie gekennzeichnet.

Am Nachmittag referierte Prof. Dr. Ursula Schumm-Garling über Frauenemanzipation im Spannungsfeld zwischen Quote und Deregulierung. Sie gab einen spannenden Überblick über die Entwicklung der Frauenerwerbsarbeit in der Bundesrepublik und über die Versuche die Erwerbsarbeit, auch für Männer, emanzipativer zu gestallten. Ein kleiner Auszug ihres Vortrags schließt an diesen Bericht an.

Zum Abschluss der Tagung diskutierten Katharina Rommel (Sprecherin BAG Grundeinkommen), Frigga Haug (Die 4-in-einem-Perspektive), Christiane Reymann (LISA) und Renate Müller (stellv. Betriebsratsvorsitzende bei VW) über verschieden Entwürfe einer geschlechtergerechten Erwerbsarbeit und konkrete Reformvorschläge. Am Ende der Tagung wurde deutlich, dass sich die Vorstellung einer gerechten Erwerbsarbeit zwar utopisch anhören, aber mit einfachen Reformen durchgesetzt werden können. Auch wenn die Visionen teilweise in unterschiedliche Richtungen gehen, eint alle, dass der erste Schritt im Hier und Jetzt eine radikale Arbeitszeitverkürzung ist.

 

Download:

Schlussbetrachtung - Prof. Dr. Ursula Schumm-Garling
Auszug aus einem Referat gehalten am 7. Mai 2011 auf der Frauenpolitischen Konferenz DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag „Frauen und Arbeit – Frauenarbeit“ in Gießen.
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