Interview mit Hermann Schaus
Die Sicherheits- interessen der Menschen in der Region dürfen nicht länger den Profitinteressen von Fraport, Lufthansa und Co. Untergeordnet werden.
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18.08.2008 Dreieich
Sie fürchten um ihren Buchschlager Wald und ihre Sprendlinger Wiesen. Und das offensichtlich zu recht. Falls die Umgehungsstraße gebaut wird, geht beides in seinen ökologischen Funktionen verloren, vielmehr aber noch – und das ist beim gemeinsamen Spaziergang im Vordergrund – geht den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit verloren, ganz schnell vor der Haustür einen Spaziergang zu machen und dabei auch noch Pilze zu sammeln, wie es einer der Teilnehmer fleißig tut.
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Aber die ‚Bürgerinitiative Bürgerbegehren’ fürchtet auch um die Demokratie. Schließlich hat ihr Versuch eines Volksbegehrens mehr Unterschriften zusammen bekommen als jedwede einzelne Partei Stimmen bei der letzten Kommunalwahl – und trotzdem finden diese im demokratischen Prozess kein Gehör.
Und sie hinterfragen die Legitimität der Experten und politischen Entscheidungen, zumal nach Verkehrszählungen das Verkehrsaufkommen (am Bahnübergang) in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen ist – und wahrscheinlich aus den verschiedensten Gründen noch weiter zurückgehen wird, nicht zuletzt, weil der ÖPNV bei steigenden Spritpreisen attraktiver wird (vielleicht wird er es ja auch mal wieder durch Qualitäts- und Angebotsverbesserungen).
Trotzdem wird an den Planungen zur Versiegelung der Landschaft, Vernichtung von Wald und Wiesen festgehalten.
Dies waren die Themen bei der „Fraktion vor Ort“ am 18. August 2008 im Bürgerhaus Dreieich, der sich an den Spaziergang anschloss. Eingeladen hatte die Landtagsfraktion der Partei DIE LINKE, gekommen und mit vorbereitet hatte die Bürgerinitiative und mit ihr Mitglieder des SPD-Ortsvereins und des Bündnis 90/Die Grünen Dreieich sowie die Kreistagsfraktion und der Kreisvorstand der Partei DIE LINKE. Im Mittelpunkt diesen Treffens stand ein Diavortrag von Frau Dr. Soboll aus der BI, der die Hintergründe des Baus beleuchtete und auch zeigen konnte, dass diese Umgehungsstrasse einen wichtigen Baustein zur von uns allen ebenfalls bekämpften Erweiterung des Flughafens darstellt.
Das Treffen und die „Fraktion vor Ort“ in Dreieich waren gut besucht und als ein Erfolg für das Engagement der Linken vor Ort zu bewerten. Klar ist: Der Kampf gegen den Bau der Umgehungsstrasse ist ein gutes Beispiel, wie Rot-Rot-Grün vor Ort und in Hessen sinnlose Projekte stoppen könnte, zum Wohle von Bürgerinnen und Bürgern, ggf. zum Schaden einiger weniger Grundbesitzer, deren Immobilienpreispläne nicht so in den Himmel schießen, wie sie es erträumen.
gez. Barbara Cárdenas
Ulrich Wilken






