Interview mit Hermann Schaus
Wir fordern Rückkehr zur 40 Stunden-Woche
Der DGB hat völlig Recht, wenn er kritisiert, dass die falsche Entscheidung zur Rente mit 67 im Angestelltenbereich nicht dadurch besser wird, dass sie nun auch noch auf Beamtinnen und Beamte übertragen wird.
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DIE LINKE lehnt Verschärfung des Polizeirechts entschieden ab – Bürgerrechte schützen!
Donnerstag, den 09. Juli 2009
DIE LINKE hat einen Änderungsantrag  zum Gesetzentwurf der CDU- und der FDP-Fraktion zur Änderung des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung eingebracht, der die Bürger- und Freiheitsrechte vor einem immer weiteren Aushöhlen schützen soll. Hierzu erklärt Hermann Schaus, innen- und gewerkschaftspolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
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“Erneut rückt die postliberale FDP von einem ihrer zentralen Wahlaussagen ab, nach denen die Bürger- und Freiheitsrechte mit dem Sicherheitsinteresse in Einklang gebracht werden müssen. Der vorliegende Gesetzentwurf schafft das nicht. Im Gegenteil: das schärfste Polizeirecht der Bundesrepublik wird weiter verschärft, die Bürgerrechte werden weiter ausgehöhlt.“
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DIE LINKE habe daher einen Änderungsantrag zum Gesetzentwurf eingebracht (Drucksache 18/911). Dieser beinhaltet, dass erstens die Rasterfahndung, zweitens das Ausspähen und Abhören von Computern und Online-Telefonaten, drittens geheimes Eindringen in Wohnungen und viertens die automatisierte und massenhafte KFZ-Kennzeichenerfassung einschließlich des Fotografierens der Fahrzeuginsassen, nicht zulässig sein soll. Zudem soll es keine Ingewahrsamnahmen von Personen zur Verhinderung ihrer Teilnahme an politischen Demonstrationen geben.
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Schaus: „Begründet wird die immer weitergehende Überwachung der gesamten Bevölkerung mit der Gefahr durch Terroranschläge. Doch für einen vermeintlichen Gewinn an Sicherheit dürfen keinesfalls wichtige Freiheitsrechte und rechtsstaatliche Grundsätze geopfert werden – dieser Preis ist deutlich zu hoch. Und außerdem gilt: Solange sich Deutschland an weltweiten Kriegseinsätzen beteiligt, besteht die erhöhte Gefahr von Anschlägen.“
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