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Janine Wissler - Pressemitteilungen
Rabenmutter General Motors wälzt Krise auf OPEL ab: Belegschaft soll bluten
Freitag, 28. November 2008
„Statt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Opel für die Krise in der Automobilindustrie bluten zu lassen, sollte die Unternehmensspitze lieber einen zukunftsfähigen Geschäftsplan erarbeiten. Maßnahmen wie Nullrunden sind bereits in den USA ohne Wirkung verpufft, sie lösen mitnichten die Krise.“Zu dem Brief von Carl-Peter Forster, Europachef von General Motors (GM), an die Opel-Belegschaft, in dem dieser eine Kürzung der Arbeitszeiten und eine Senkung der Gehaltskosten fordert, erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Statt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Opel für die Krise in der Automobilindustrie bluten zu lassen, sollte die Unternehmensspitze lieber einen zukunftsfähigen Geschäftsplan erarbeiten. Maßnahmen wie Nullrunden sind bereits in den USA ohne Wirkung verpufft, sie lösen mitnichten die Krise.“
Wissler erneuert die Forderung der LINKEN: „Keine Steuergelder für Opel ohne Arbeitsplatz- und Lohngarantie. Die Opel-Beschäftigten haben bereits in den letzten Jahren tiefe Einschnitte hinnehmen müssen, auf ihrem Rücken darf nicht erneut die Krise der Automobilindustrie ausgetragen werden. DIE LINKE wird einer Bürgschaft nur dann zustimmen, wenn sie mit strikten Auflagen verbunden ist. Dazu gehört auch eine Übertragung von Unternehmensanteilen als Sicherheit und zur Gewährung von Einflussmöglichkeiten für Bund und Länder.“
Wissler bedauert, dass der Änderungsantrag der LINKEN, der dies beinhaltete, von allen anderen Fraktionen im Hessischen Landtag abgelehnt wurde.
„Nullrunden und Gehaltskürzungen gehören zu den zentralen Ursachen der mangelnden Binnennachfrage. Die Reallohnentwicklung der letzten Jahre hat maßgeblich zu der Krise in der Automobilbranche beigetragen. Die Dosis einer falschen `Medizin` zu erhöhen verbessert nicht den Zustand des Patienten, sondern verschlechtert ihn. Sich gegen jede Lohnerhöhung stellen oder sogar Kürzungen ankündigen und sich anschließend darüber beschweren, dass zu wenig Autos gekauft werden – das steht für den Irrsinn kapitalistischer Verhältnisse.“






