Interview mit Hermann Schaus

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Hermann Schaus - Pressemitteilungen

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Hessische Landesregierung fördert offen die Einverleibung der Kerckhoff-Klinik durch die Rhön AG

Montag, 22. Dezember 2008

Die hessische Landesregierung bereitet offenbar weitere Privatisierungen im hessischen Krankenhauswesen vor und unterstützt offensiv die Rhön AG bei der organisatorischen Übernahme der renommierten Herzklinik in Bad Nauheim. Die Hintergründe, die zur so genannten Abberufung der jahrelang erfolgreichen Geschäftsführung bei der Herzklinik von Weltruf sowie die Rolle, die die Landesregierung, unter Führung des Finanzstaatssekretärs Dr. Walter Arnold dabei spielt, muss dringend aufgeklärt werden“, erklärte Schaus

Zu den ungeheuerlichen Vorgängen bei der weltweit renommierten Herzklinik, Kerkhoff-Klinik, Bad Nauheim, erklärt der innen- und gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Hermann Schaus:

„Die hessische Landesregierung bereitet offenbar weitere Privatisierungen im hessischen Krankenhauswesen vor und unterstützt offensiv die Rhön AG bei der organisatorischen Übernahme der renommierten Herzklinik in Bad Nauheim. Die Hintergründe, die zur so genannten Abberufung der jahrelang erfolgreichen Geschäftsführung bei der Herzklinik von Weltruf sowie die Rolle, die die Landesregierung, unter Führung des Finanzstaatssekretärs Dr. Walter Arnold dabei spielt, muss dringend aufgeklärt werden“, erklärte Schaus.

Es könne nicht sein, dass die Geschäftsführung kurzfristig geschasst werde, nur weil sie sich für den Aufbau eines Netzwerks mit öffentlichen Krankenhäusern engagiert habe. DIE LINKE werde deshalb unverzüglich nach den Landtagswahlen tätig werden und ggfl. auch die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur Aufklärung dieser Vorgänge beantragen. Dabei gelte es auch zu klären, was den bekannten Thoraxchirurgen Dr. Joachim Schirren und sein Team veranlasst habe, bereits nach einem Jahr, die unter dem Einfluss des Landes Hessen stehende Kerckhoff-Klinik wieder zu verlassen, weil er „keine Medizin unter privatwirtschaftlicher Ägide“ (FR vom18.12.2008) betreiben wolle.

„Offensichtlich bemächtigt sich die Rhön AG gerade, unter dem Deckmantel des Aufbaus eines Onkologie-Netzwerkes über die privatisierte Uni-Klinik Giessen-Marburg, der Kerckhoff-Klinik. Der nächste Schritt könnte dann die schleichende Verlagerung lukrativer Herzoperationen zur Rhön AG sein“. Die Landesregierung setze anscheinend alles daran, der privatisierten Uni-Klinik Gießen-Marburg und damit der Rhön AG, zum wirtschaftlichen Erfolg zu verhelfen – selbst wenn dabei der Ruf und die Existenz der öffentlichen Kerckhoff-Klinik gefährdet würden.


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