Interview mit Marjana Schott
In öffentliche Kindertages- betreuung und in ihre Qualität investieren!
Weiterlesen
Etwa 20 Bürgerinnen und Bürger waren nach Langen „Zum Haferkasten" gekommen, um mit Hermann Schaus, Janine Wissler und Willi van Ooyen von der Landtagsfraktion, Fritz Elgert, dem Vorsitzenden der Kreistagsfraktion DIE LINKE. Offenbach und Roland Wurm von der Bürgerinitiative gegen den Flughafenausbau in Langen über den Verkauf und Ausbau des defizitär wirtschaftenden Flugplatzes Egelsbach zu diskutieren. Dieser liegt im Süden des Kreises Offenbach und ist bundesweit mit etwa 80.000 Flugbewegungen p.a. der größte für Privat- und Geschäftsflüge. Die Gesellschafterstruktur setzt sich aus der Kreisversorungsbeteiligungs-GmbH, der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH, der Gemeinde Egelsbach, der Stadt Langen und der Stadtwerke Langen GmbH zusammen.
Es kam zu einem regen Informationsaustausch über den Stand der Bürgerbegehren, von denen zwei erst in der Woche zuvor zu einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel geführt hatten, der den Verkauf des Flugplatzes an Netjets vor der Entscheidung der beiden Stadtparlamente über die Zulässigkeit der Bürgerbegehren untersagt hatte.
Genauso wie beim Ausbau des Flughafens Rhein-Main bestehe die Bedrohung der Menschen in der Region in der zu erwartenden Fluglärmbelastung und den Umwelt- und Gesundheitsschäden und infolgedessen auch eine Minderung des Wertes der Hausgrundstücke. Es sei von zukünftig jährlich 150.000 Flugbewegungen auszugehen, wenn es wie von den Menschen befürchtet, zum Ausbau und zu Absprachen zwischen Netjets und der Fraport zur Verlagerung kleiner Düsenmaschinen nach Egelsbach käme. Denn Fraport habe ein gesteigertes Interesse daran, in Spitzenzeiten am Flughafen Rhein-Main den Verkehr mit Kleinmaschinen nach Egelsbach auszulagern. Es werde außerdem mit denselben Argumenten versucht, den Ausbau zu rechtfertigen.
Um den Ausbau zu verhindern, müsse weiterhin Druck auf die jetzigen Gesellschafter ausgeübt werden mit dem Ziel, dass diese ihre Anteile nicht verkaufen.
Sollten sie das doch tun, dürfe dies nicht zu einem Ausbau führen. Die Aufstockung von Geschäftsanteilen eines Investors müsse unbedingt verhindert werden.
Das Thema Verkauf und Ausbau des Egelsbacher Flughafens werde auch die Fraktion im Hessischen Landtag beschäftigen, spätestens, wenn das Planfeststellungsverfahren auf der Tagesordnung stehe. Bei den betroffenen Gemeinden werde das Thema vermutlich für Jahre die Tagesordnung bestimmen. Wichtig sein in jedem Fall: Druck aufbauen und sowohl der Politik, als auch den Investoren klar zu machen, dass ein Ausbau in der Region auf entschiedenen Widerstand stoße.



