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Biospärenreservat Rhön
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Seit 2003 versucht die Hessische Landesregierung, den Haderwald, eine 1.757 ha große Fläche innerhalb des Truppenübungsplatzes Wildflecken, als Teil der Kernzone des Biosphärenreservates Rhön zu etablieren. Die Kernzone eines Biosphärenreservates darf aber keiner Nutzung unterliegen. Eine militärische Nutzung verbietet sich auch in den übrigen Teilen des Reservates.
Aktuell
Stellungnahme von Willi van Ooyen, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag, zu der Regionalkonferenz in Gersfeld anlässlich des 20jährigen Jubiläums des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön:
„Ein Truppenübungsplatz mit Schießbahnen, auf dem die Bundeswehr und andere NATO-Mitglieder für Auslandseinsätze üben, darf nach den Kriterien der UNESCO kein Teil von Biosphärenreservaten sein.“
Seit 2003 versucht die Hessische Landesregierung, den Haderwald, eine 1.757 ha große Fläche innerhalb des Truppenübungsplatzes Wildflecken, als Teil der Kernzone des Biosphärenreservates Rhön zu etablieren. Die Kernzone eines Biosphärenreservates darf aber keiner Nutzung unterliegen. Eine militärische Nutzung verbietet sich auch in den übrigen Teilen des Reservates.
„Neben Naturschutz und Modellprojekten zur Nachhaltigen Entwicklung sollen Biosphärenreservate nach dem MAB-Programm der UNESCO auch Beiträge zur Förderung von Frieden und Sicherheit leisten. Es ist eine mehr als eigenwillige Interpretation der Hessischen Landesregierung, dass dies mit einer militärischen Nutzung zu vereinbaren sei“, sagt Willi van Ooyen.
Die Umweltgefährdungen durch den Schießbetrieb auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken sind massiv. Z.B. Verseuchung von Boden und Wasser mit Bestandteilen aus dem Sprengstoff Hexogen (betroffen sind die Trinkwasserquellen des Gersfelder Stadtteils Rengersfeld) sowie Rückstände aus Uranmunition.
„Umweltministerin Lucia Puttrich darf die Öffentlichkeit über das Problem der fehlenden Flächen für die Kernzone des Biosphärenreservats nicht länger täuschen. Weder sind die von ihrer Vorgängerin Silke Lautenschläger in Aussicht gestellten Waldflächen bis heute Bestandteil des Biosphärenreservats, noch reicht ihre Größe aus, um die geforderten 3 % geschützte Kernzone zu erreichen.
Der Truppenübungsplatz Wildflecken und das Biosphärenreservat sind unvereinbar. Bund und Länder müssen den Truppenübungsplatz aufgeben, für die Fläche ein Umweltgutachten erstellen und eine Altlastensanierung durchführen. Erst dann kann der Haderwald Teil des Biosphärenreservates werden“, so Willi van Ooyen.
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28.06.2010 - Rhön - UNESCO-Biosphärenreservat sichern – B 87n verhindern
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Parlam. Initiativen
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