Interview mit Marjana Schott
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Luftnummer Kassel-Calden stoppen!

Seit über 10 Jahren wird der Ausbau des Regionalflughafens bei Kassel von CDU, FDP und SPD als Strukturförderung für Nordhessen betrieben. DIE LINKE vertritt die Ansicht, dass Kassel-Calden ist ein Millionen-Grab ist. Denn es gibt keine Fluggesellschaften, die den Flughafen anfliegen möchten oder Investoren, die sich an der Flughafen GmbH beteiligen wollen. Doch die Landesregierung ignoriert dies sorgt dafür, dass die finanziellen Verluste komplett durch Steuermittel gedeckt werden müssen. Das Land Hessen trägt 68 Prozent. Der Rest entfällt auf den Kreis sowie die Stadt Kassel und die Gemeinde Calden. Die Baukosten sind seit der Planung mittlerweile um das Elffache auf rund 280 Millionen Euro gestiegen. DIE LINKE lehnt das Leuchtturm-Projekt der Hessischen Landesregierung ab. Investitionen in Bildung, Soziales und nachhaltige Infrastrukturprojekte sind – auch in Nord-Hessen – wichtiger.
aktuell
„Kassel-Calden als Ausweichflughafen für Frankfurter Frachtflieger?
Verkehrsminister Posch erklärte in der Landtags-Debatte am 15. Dezember 2011, dass Regionalflughäfen in Zukunft eine immer wichtigere Rolle im Frachtverkehr einnehmen würden. Die SPD entgegnete, dass es ein Märchen sei, dass der Flughafen Kassel-Calden ausschließlich dem Tourismus dienen würde. Was meinen sie damit?
Der Regionalflughafen Kassel als Ausweichflughafen für Frankfurter Frachtflieger? Ist das die Idee von SDP und der Hessischen Landesregierung, wenn es in Frankfurt mit einem dauerhaften Nachtflugverbot ernst werden sollte? Diesen Unfug hat die Landesregierung auch der EU-Kommission erzählt, die die Landesinvestition gebilligt hat. In der Stellungnahme der EU-Kommission vom 25. Februar 2009 steht, dass der
„Ausbaus des Flughafens Kassel-Calden insbesondere im Hinblick auf die Überlastung des Flughafens Frankfurt [...] zu sehen ist", und weiter,
„Sollte der Flughafen Frankfurt/Main seine Nachtflüge einstellen oder reduzieren müssen, so wäre eine ernste Luftfrachtkapazitätskrise in Deutschland die Folge."
Wird in Kassel-Calden nicht anders gebaut, als nach der Planfeststellung beschlossen, ist die Landebahn für die interkontinentalen Frachtflieger zu kurz. Müssen wir die Bahn jetzt nachmessen? Darüber hinaus sind für diesen Regionalflughafen nur vier Flugbewegungen in der Nacht genehmigt worden. Mit zwei Starts und zwei Landungen in der Nacht kann der Frankfurter Flughafen nicht entlastet werden. Es sei denn die Menschen wurden – wie im Fall des Nachtflugverbots für den Frankfurter Flughafen – auch hier belogen. Die Unwahrheit gesagt hat die Hessische Landesregierung auf jeden Fall. Entweder bei der EU-Kommission oder den Menschen in Nordhessen."
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