Interview mit Hermann Schaus
Die Sicherheits- interessen der Menschen in der Region dürfen nicht länger den Profitinteressen von Fraport, Lufthansa und Co. Untergeordnet werden.
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Solidarität mit den Streikenden bei EDS in Rüsselsheim
Montag, 08. Juni 2009
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
schon von Anbeginn eures Kampfes um den Erhalt eurer Arbeitsplätze und für einen Gehaltstarifvertrag stehen wir solidarisch an eurer Seite. Dies haben wir bereits im Januar bei unserem Besuch beim Betriebsrat in Rüsselsheim, als auch durch unsere Teilnahme bei der ersten Warnstreikversammlung in der Walter-Köbel-Halle, wie auf eurer letzten Warnstreikkundgebung zum Ausdruck gebracht. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir euch jetzt, zu Beginn eures Streiks zu eurem klaren Urabstimmungsergebnis beglückwünschen, als auch unsere Solidarität für euren schwierigen Kampf zum Ausdruck bringen.
EDS ist weltweit einer der größten Anbieter von Dienstleistungen der IT-Branche. Durch den kauf der Firma durch Hewlett Packard (HP) für 14 Mrd. US-Dollar ist erst der Druck auf die Arbeitsplätze entstanden. Um eine höhere Rendite erzielen zu können, will HP im Unternehmen nun weltweit 24.600 Arbeitsplätze kurzfristigen Profitinteressen opfern. Davon sind auch 1.400 Arbeitsplätze in Deutschland (1.150 bei EDS und 250 bei HP) betroffen, die teilweise ins Ausland verlagert werden sollten. Es ist für uns nicht akzeptabel, dass bei der EDS Operations Services GmbH mit knapp 1600 Beschäftigten am Standort Rüsselsheim, nach den HP Planungen fast ein Drittel der Beschäftigten gehen sollen - und dies, obwohl die Firma erfolgreich arbeitet.
Nach unserer Auffassung wäre es schon sehr früh notwendig gewesen, dass sich die Hessische Landesregierung persönlich an den Vorstand von HP Deutschland wendet, um den ungerechtfertigten Arbeitsplatzabbau in Rüsselsheim und den anderen Standorten abzuwenden. Doch zu mehr als einer Unterschrift unter eine lapidare gemeinsame Erklärung der Ministerpräsidenten konnte sich Roland Koch nicht durchringen. So seid ihr es jetzt, die den Tarifvertrag zur Beschäftigungs- und Standortsicherung und eine angemessene Gehaltserhöhung erstreiken müsst. Dabei wünschen wir euch viel Erfolg!
In eurem Kampf gegen den Personalabbau, der nicht auf die derzeitige Automobilkrise bzw. Weltwirtschaftskrise zurückgeführt werden kann, sondern allein der Profitgier des Multis HP geschuldet ist, unterstützen wir euch dabei, EDS in seiner jetzigen Struktur zu erhalten und am Standort Rüsselsheim keine Arbeitsplätze abzubauen.
DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag unterstützt euren Streik bei EDS!
Wir stehen an Eurer Seite!
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Schaus
Mehr Informationen:
PM vom 04.06.2009: Solidarität mit den Streikenden bei EDS in Rüsselsheim






