Im Jahr 2007 wurde die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt vom Bundeskabinett beschlossen. Darin wurden 330 Ziele und 430 Maßnahmen festgelegt. Im gleichen Jahr trat Hessen der Kampagne „Countdown 2010“ der Weltnaturschutzorganisation IUCN bei und verpflichtete sich in diesem Rahmen, gezielte Maßnahmen für gefährdete Arten durchzuführen. Es ist kein Geheimnis, dass das Artensterben seit 2007 nicht gestoppt werden konnte. Im Gegenteil haben Klimawandel, Flächenverbrauch und eine weitere Intensivierung der konventionellen Landwirtschaft den Trend beschleunigt.
Eine Auswertung der Umsetzung und Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen fehlte aber bisher. Um diese Fehlstelle der Hessischen Landesregierung zu beseitigen und einen Blick auf die Situation in Hessen frei zu geben, hat DIE LINKE unterstützt von Naturschutzverbänden im Februar 2020 eine Große Anfrage „Bilanz der Biodiversitätsstrategie in Hessen“ (Drs.: 20/5343) an die Landesregierung gerichtet.Über ein Jahr später, im März dieses Jahres kamen die Antworten der schwarzgrünen Landesregierung.
Der Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Hessen e.V. (NABU) hat die Antworten der Landesregierung ausgewertet und die Ergebnisse zusammen mit seinen Forderungen in einer dreiteiligen Übersicht präsentiert:
Weitere Anfragen Der LINKEN zum Themenkomplex Arten- und Naturschutz
- Biberpopulation an der Losse bei Niederkaufungen (06.04.2021, Drs.: 20/5215)
- Ein stummer Frühling? Notfallzulassung von bienengiftigen Neonikotinoiden für Hessen (03.02.2021, Drs.: 20/4989)
- A 49: Erfüllung der Vorabmaßnahmen zum Weiterbau der Autobahn (09.09.2020, Drs.: 20/3591)
- Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien in Hessen - Teil I (10.02.2020, Drs.: 20/2342)
- Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien in Hessen - Teil II (10.02.2020, Drs.: 20/2343)
- Insektenmonitoring in Hessen (14.02.2020, Drs.: 20/2431)
- Insektensterben und Pestizideinsatz in Naturschutzgebieten (31.10.2018, 19.12.2018, Drs.: 19/6817)

