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Pressemitteilung


9-Euro-Ticket ist bürokratischer Irrsinn, Freifahrt für alle in Hessen umsetzen

Die Verkehrsministerkonferenz hat sich am Freitag dafür ausgesprochen, auf die Erhebung der neun Euro für die vergünstigten Tickets im Sommer zu verzichten. Dazu erklärt Axel Gerntke, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Das von der Bundesregierung vorgeschlagene 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn folgt einem richtigen Grundgedanken: Alternativen zum Auto zu stärken und attraktiver zu machen. Der konkrete Vorschlag ist allerdings ein Schnellschuss, der einen enormen bürokratischen Irrsinn zu Folge hat. Bundesweit müssen die speziellen Tickets eingeführt und etwa Automaten umgestellt werden. Ungeklärt ist die Frage, wo bzw. wie weit diese Fahrscheine überhaupt gelten sollen.

Wir fordern Tarek Al-Wazir (Grüne) auf, den Worten der Verkehrsministerkonferenz Taten folgen zu lassen: Hessen sollte mit guten Beispiel vorangehen und auf die Erhebung der neun Euro pro Monat in seinen Verkehrsverbünden verzichten und Jahreskarten-Abonnements in dieser Zeit aussetzen.“

Ein Verzicht auf die Fahrpreiserhebung würde nicht nur den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand reduzieren - auch Fahrkartenkontrollen würden unnötig. Der Verzicht auf die neun Euro könnte sich so teilweise selbst finanzieren, so Gerntke. Die Nettomindereinnahmen müssten den Verkehrsverbünden durch das Land ersetzt werden.

„Durch die Befristung auf drei Monate, noch dazu voraussichtlich über die Sommerferienzeit, droht das günstige Angebot zudem ein Strohfeuer ohne nachhaltige Wirkung zu werden. Konsequent wäre es, die Preise dauerhaft zu senken. Und das wiederum wäre unzureichend, wenn das Angebot nicht zugleich ausgebaut würde: Gerade auch im ländlichen Raum brauchen wir viel mehr Möglichkeiten, den ÖPNV zu nutzen.

Das 100-Milliarden-Euro-Paket der Bundesregierung für militärische Aufrüstung zeigt, was möglich wäre, wenn der politische Wille da wäre.“ 

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