Pressemitteilung

Castor-Lagerung in Biblis wider besseres Wissen: Es fehlen wichtige Sicherheitseinrichtungen

Christiane BöhmUmwelt- und Klimaschutz

Seit gestern Nachmittag sammeln sich immer mehr Gegnerinnen und Gegner der Castortransporte von Sellafield nach Biblis am hiesigen Bahnhof. Der Castortransport soll heute Biblis erreichen, wo Anti-Atom-Aktivistinnen und -Aktivisten am Bahnhof eine Mahnwache durchführen, um gegen den Transport in das Zwischenlager zu demonstrieren. Dazu erklärt Christiane Böhm, südhessische Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE unterstützt die Mahnwache und die Proteste. Wir unterstützen auch die Forderung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Zeiten der Pandemie und Überlastung der Polizei den Transport nicht durchzuführen. Alle diese Appelle stoßen bei der schwarzgrünen Landesregierung leider auf taube Ohren.“

Einen herzlichen Dank gehe an die Anti-Atom-Bewegung, die darauf aufmerksam mache, dass immer noch keine Lösung für die Lagerung des Atommülls gefunden worden sei, so Böhm.

„Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) wischt bisher die Kritik an fehlenden Sicherheitsvorkehrungen im Zwischenlager Biblis vom Tisch. Aus der Sicht der LINKEN ist besonders zu kritisieren, dass es das Umweltministerium versäumt hat, im Zwischenlager Biblis Vorkehrungen für den Fall einer Havarie zu treffen. Es gibt keine Möglichkeit, die jetzt zu erwartenden Castorbehälter im Falle einer Beschädigung beim Transport wieder strahlungssicher zu verschließen. Weder die Castoren, noch das Zwischenlager haben eine Genehmigung für diese langen Zwischenlagerzeiten.“