Pressemitteilung
Corona-Pandemie: Kinder verdienen mehr Unterstützung durch die Landesregierung
Zu den anstehenden Lockerungen der Kontaktsperren erklärt Christiane Böhm, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Die Spielplätze sind weiterhin geschlossen, auch die Kontaktbeschränkungen bleiben: Gerade Familien mit jüngeren Kindern drehen zu Hause am Rad. Während Shopping ab Montag wieder weitgehend erlaubt sein soll, sind Familienangebote weiterhin tabu. Es reicht nicht mit Spieletipps und Online-Unterhaltungsangeboten an Familien zu appellieren, diese brauchen wirkliche Lösungen und Antworten seitens der Politik.“
Viele Kinder und Jugendliche und ihre Familien mit niedrigen Einkommen seien auf die schulische Mittagsversorgung angewiesen, auch weil diese durch das Bildungs- und Teilhabepaket normalerweise kostenfrei zur Verfügung stehe, so Böhm In Zeiten oftmals geschlossener Tafeln falle nicht nur dieses Mittagessen weg, sondern auch die gesamte Versorgungssituation der Menschen in Armut verschlechtere sich.
„Der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) ist aufgefordert, mit den Jobcentern eine Lösung zu finden, damit zumindest die Mittel des Bildungs- und Teilhabepakets an die Familien ausgezahlt werden. Es ist davon auszugehen, dass die Mittagsverpflegung nicht kurzfristig wieder in Kitas und Schulen realisiert wird. DIE LINKE fordert vom Bund, rückwirkend ab März monatlich einen 200-Euro-Krisenaufschlag auf die Grundsicherung für jede Person in der Bedarfsgemeinschaft auszuzahlen.
Kinder und Jugendliche brauchen darüber hinaus Unterstützung in schwierigen familiären Situationen. Und es braucht gezielte Lockerungen zugunsten von Familien im öffentlichen Raum, um auch hier schrittweise aus dem Lockdown herauszukommen.“
