Pressemitteilung

DIE LINKE ist solidarisch mit Aktivisten in Kassel Protest vor dem Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann

Jan SchalauskeFriedenInternationales

Seit heute früh blockieren prokurdische Aktivisten das Tor des Kasseler Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann. Aus Protest gegen den Einsatz von Leopard-II-Panzern der türkischen Armee in Nordsyrien/Rojava haben sie sich am Werkstor angekettet. Dazu erklärt Jan Schalauske, friedenspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und LINKEN-Landesvorsitzender:

„DIE LINKE ist solidarisch mit den Aktivistinnen und Aktivisten in Kassel. Es ist ein Skandal, dass das NATO-Land Türkei Hand in Hand mit islamistischen Söldnern Dörfer und Städte im kurdischen Autonomiegebiet angreift. Dass dabei nachweislich Waffen aus deutschen Waffenschmieden eingesetzt werden, zeigt die Mitverantwortung deutscher Stellen. Die Türkei setzt in Nordsyrien unter anderem Leopard-II-Panzer ein, deren Geschütztürme bei Krauss-Maffei Wegmann in Kassel hergestellt werden. Dieser völkerrechtswidrige Angriff, die Vertreibung hunderttausender Menschen sowie der derzeitige Besatzungszustand müssen beendet werden.“

 Es reiche nicht, dass die Bundesregierung den Einmarsch in Nordsyrien verurteile, jetzt müssten auch Taten folgen, so Schalauske.

„Proteste wie die in Kassel zeigen, dass es an vielen Orten ermutigende Aktionen gegen den Krieg und die Lieferung von Waffen an den Despoten in Ankara gibt. Für DIE LINKE ist klar: Alle Finanz- und Militärhilfen, alle Rüstungsexporte in die Türkei müssen sofort beendet werden. Die Kumpanei mit dem Despoten Erdogan, der Menschenrechte im eigenen Land mit Füßen tritt und aktuell für Kriegsverbrechen in Nordsyrien verantwortlich ist, muss aufhören. Die militärische und geheimdienstliche Zusammenarbeit muss beendet werden.“