Pressemitteilung

Hessisches Jagdgesetz: Fallenjagd und Haustierabschuss endlich abschaffen

Heidemarie Scheuch-PaschkewitzLandwirtschaft und Tierschutz

Im Rahmen der Änderungen am hessischen Jagdgesetz sieht DIE LINKE. im Hessischen Landtag weiteren Handlungsbedarf. Dazu erklärt Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, Sprecherin für Tierschutz der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Das in Hessen geplante Verbot der Verwendung von Totschlagfallen bei der Jagd war lange überfällig und ist zu begrüßen. Die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen wollen nun aber eine weitere Verlängerung des hessischen Jagdgesetzes bis 2024 - ohne weitere dringend notwendige Änderungen zu beschließen. Da auch die Grünen keine Anstalten machen ein modernes Jagdgesetz auf den Weg zu bringen, legt die Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag einen eigenen Änderungsantrag vor.“

Anders als in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg werde in Hessen der Haustierabschuss weiterhin nicht verboten. Das sei empörend, so Scheuch-Paschkewitz, denn allein im Zeitraum 2019/2020 seien in hessischen Wäldern 143 Katzen und ein Hund durch die Hand von Jägerinnen und Jägern gestorben.

„Auch die Fallenjagd als Ganzes gehört endlich abgeschafft. Das hessische Jagdgesetz schreibt vor, dass dem Wild keine vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zugefügt werden dürfen. Doch Tiere, die in Lebendfallen gefangen sind, bekommen Panik und verletzen sich oft selbst beim Versuch, sich aus den Fallen zu befreien. Auch diese müssen deshalb verboten werden.“