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Pressemitteilung


Lehrkräftebildungsgesetz: Novellierung ist rückwärtsgewandt und verschärft den Lehrkräftemangel

Anlässlich des heute in Dritter Lesung verabschiedeten Lehrkräftebildungsgesetzes erklärt Elisabeth Kula, Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Auf diesen Entwurf mussten wir lange warten, umso enttäuschender ist das Ergebnis. In Zeiten des akuten Lehrkräftemangels insbesondere an Grundschulen wäre eine umfassende Nachbesserung dringend notwendig gewesen. Die fünfstündige Expertenanhörung im Hessischen Landtag hat die gravierenden Mängel deutlich zu Tage gebracht.

Leider wurde von Schwarzgrün weder eine längere Regelstudienzeit in Angriff genommen, noch spürbare Verbesserungen beim Vorbereitungsdienst auf den Weg gebracht.“

Auch eine verbindliche gute Entlohnung während des verbindlichen Praxis-Semesters sei nicht vorgesehen, so Kula. Dabei müssten viele Studierende ihren Lebensunterhalt neben dem Studium sichern. Während der Praktika sei dies kaum möglich.

„Stattdessen wird die Abschlussprüfung vereinheitlicht, was in der Anhörung zu breiter Kritik geführt hat. Alles in allem ist von einer Verbesserung so gut wie nichts zu spüren. Im Gegenteil, mit dieser Novellierung kann es sogar zu Qualitätseinbußen in der Lehrkräftebildung kommen. Das wird diesen Beruf für junge Menschen kaum attraktiver machen, zumal die Entlohnung für Grundschulkräfte noch immer ungerecht und zu niedrig ist. Sie müssen dringend, wie in vielen anderen Bundesländern auch, genauso wie die Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulformen nach A13 bezahlt werden.“

 

Hinweis:

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ruft für den 13. Mai um 16 Uhr in Wetzlar zu Protesten auf. Elisabeth Kula wird für DIE LINKE vor Ort sein.

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