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Pressemitteilung


Bei der Geburt müssen Gebärende und Kinder im Mittelpunkt stehen

Anlässlich der Debatte um die Große Anfrage der SPD „Umsetzung des Nationalen Gesundheitsziels bezüglich der Gesundheit rund um die Geburt in Hessen“ erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es wird geschätzt, dass zehn bis 25 Prozent der Gebärenden in Deutschland Gewalt unter der Geburt erleben. Dafür gibt es strukturelle Ursachen. Der Kostendruck des unwürdigen Fallpauschalensystems führt zu Personalmangel, unnötigen medizinischen Eingriffen zur Beschleunigung der Geburt und einer seit Jahren massiv steigenden Kaiserschnittrate. Hebammen, die solche Situationen nicht mehr ertragen wollen, scheiden aus dem Beruf, wodurch der Hebammenmangel weiter verschärft wird. Immer mehr Geburtskliniken in Hessen fallen dem Rotstift zum Opfer. Vor diesem Hintergrund von einer flächendeckenden Versorgung zu reden, wie es die Landesregierung tut, verhöhnt die Praxis.“

Böhm betont, dass sich die Situation von Gebärenden im Rahmen der Corona-Pandemie weiter verschärft hat.

„Viele Gebärende mussten die Erfahrung machen, ihr Kind ohne Vertrauensperson oder Partnerin/Partner zur Welt zu bringen. Unverständlich ist der von vielen Kliniken praktizierte Maskenzwang während der Geburt. Die Vorstellung, ein Kind mit einem Mund-Nasen-Schutz auf die Welt zu bringen, ist befremdlich. Dass das Personal Masken trägt, auch um sich zu schützen, ist erforderlich. Schwangere sollten vorab getestet werden. Wenn ein solcher Test positiv ausfällt, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, aber möglichst ohne die Gebärenden zu belasten. Es ist dringend geboten, dass das Gesundheitsministerium hier Klarstellungen für die hessischen Kliniken trifft.“


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