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Pressemitteilung


Beitrag der Arbeitswelt zur Corona-Pandemie endlich vollumfänglich Rechnung tragen

Zum heutigen Setzpunkt der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag „Corona in der Arbeitswelt entschieden bekämpfen“ erklärt Christiane Böhm, sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin:

„Es hat fast ein Jahr gedauert, bis aus zahmen Bitten zahme Vorschriften für die Arbeitgeber in der Corona-Pandemie wurden. Das von der Bundesregierung verfügte Recht auf Homeoffice im Januar kam zwar viel zu spät, zeigt aber mit Blick auf die Bewegungsdaten deutlich Wirkung. Damit zeigt sich, wie fahrlässig es war, diesen Punkt so lange schleifen zu lassen und wie viele Arbeitgeber – öffentliche wie private - offensichtlich nicht alles Mögliche für den Gesundheitsschutz ihrer Beschäftigten unternommen haben.“

Dieser Weg müsse deshalb stringent fortgesetzt werden, so Böhm. Dabei dürfe jedoch der Teil der Beschäftigten, der mobiles Arbeiten nicht nutzen könne, nicht vergessen werden.

„Arbeitgeber dürfen keine Schutzmaßnahmen ablehnen, nur weil diese angeblich zu teuer sind – der Kostenfaktor darf in einer Pandemie kein Argument sein. Insbesondere in Betrieben ohne gewerkschaftliche Interessensvertretung fällt es vielen Beschäftigten schwer, sich in diesen Fragen durchzusetzen. Hier muss deshalb staatliche Kontrolle greifen, damit Missstände abgestellt werden. Es braucht eine Beschwerdehotline, die zu zeitnahen Überprüfungen führt. Zudem muss geprüft werden, welche Wirtschaftsbereiche als gesellschaftlich verzichtbar eingestuft und deshalb zeitweilig heruntergefahren werden können, natürlich bei voller sozialer Absicherung der Beschäftigten. Jeder vermeidbare Arbeitsplatzkontakt ist ein Beitrag zur Pandemiebekämpfung und gesellschaftlich deutlich besser zu verkraften, als die sozialen Folgen in anderen Bereichen.“


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