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Pressemitteilung


Boosterimpfungen: Hausärztinnen und Hausärzte nicht alleine lassen

Zur aktuellen Debatten um zu geringe Impfquoten und Verzögerungen bei den Auffrischungsimpfungen erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Als die Schließung der Impfzentren bekannt gegeben wurde, weil sie zu teuer und ineffektiv seien, haben wir diese Entscheidung kritisiert. Wir haben vorhergesagt, dass wir die Impfzentren schon nach drei Monaten schmerzlich vermissen werden. Wir haben uns geirrt: Es hat nur einen Monat gedauert.

Es zeigt sich, dass die Verlagerung der Verantwortung auf die Hausärztinnen und Hausärzte nicht in allen Bereichen funktioniert. Viele Praxen sind aktuell mit den Grippeschutzimpfungen ausgelastet. Teils wird berichtet, dass Praxen wegen des bürokratischen Aufwands gar nicht mehr gegen Corona impfen wollen. Meist werden die Impfwilligen vertröstet bis sich eine Bestellung des Impfstoffs rentiert. Ein solches Durcheinander macht es nicht einfacher, die Impfbemühungen auszuweiten.“

In diesem Zusammenhang sei auch auf die enttäuschenden Zahlen der Impfungen durch Betriebsärztinnen und –ärzte verwiesen, die eine Kleine Anfrage ihrer Fraktion offenlege, so Böhm.

„Lediglich 215.000 Erst- und Zweitimpfungen wurden von Juni bis September durch Betriebsärztinnen und -ärzte in Hessen durchgeführt. Das entspricht gerade einmal 2,8 Prozent und zeigt, welche Probleme entstehen werden, wenn irgendwann die Ständige Impfkommission Auffrischungsimpfungen für alle empfiehlt.

Der bloße Verweis auf Haus- und Betriebsärztinnen und -ärzte erscheint deshalb wenig geeignet, um die Impfungen weiter voranzutreiben und bisher Impfunwilligen passfähige Angebote zu unterbreiten. Es ist löblich, dass in vielen Kommunen auch weiterhin andere Angebote vorgehalten werden. Aber hier steht das Land in der Verantwortung, durch Finanzierungszusagen auch die anderen Kommunen zu motivieren. Ob am Ende die großen Impfzentren zurückkehren, ist zweifelhaft. Niedrigschwellige und wohnortnahe Impfangebote wird es aber noch lange brauchen. Diese sind überall nötig und müssen ohne Hürden erreichbar sein - in Hessen eher die Ausnahme als die Regel.“

 

Hinweis:

Antwort auf unsere Kleine Anfrage ‚Impfungen durch Betriebsärztinnen und -ärzte in Hessen‘ (Drs. 20/6282) anbei (siehe PDF im Anhang).


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