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Pressemitteilung


Kita-Öffnung: Unser Dank geht an Erzieher*innen, Eltern und Kinder – nicht ans Sozialministerium

Am ersten Tag des so genannten eingeschränkten Regelbetriebs haben Eltern einen Fototermin des Sozialministers Kai Klose in Offenbach genutzt, um ihm 2.550 Unterschriften zu übergeben, die innerhalb einer Woche für eine wirkliche Kita-Öffnung gesammelt wurden – die LINKEN-Abgeordneten Christiane Böhm und Saadet Sönmez unterstützten die Eltern vor Ort. Dazu erklärt Christiane Böhm, sozial- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Eltern haben Sozialminister Klose heute deutlich gemacht, dass sie sehr enttäuscht sind vom Wegducken der Landesregierung. Während die Erzieherinnen und Erzieher alles Mögliche unternehmen, um einen Kita-Alltag zu ermöglichen, schiebt der Minister alles auf die Kommunen ab und lässt sich nur dann blicken, wenn es ein paar nette Fotos zu machen gilt. Damit ist niemandem geholfen, insbesondere nicht den Eltern, die inzwischen deutlich über der Belastungsgrenze sind, Und auch nicht den Kindern, denen Freundinnen und Freunde und das Spielen mit Gleichaltrigen fehlt. Auch nützt den Eltern keine Öffnung für einen Tag oder ein paar Stunden pro Woche. Wie sollen sie das in einer Zeit, wo alles wieder öffnet, ihren Arbeitgebern erklären?“

Böhm verweist in diesem Zusammenhang auch auf das erst am 1. Juni freigeschaltete Antragsverfahren bei Verdienstausfällen für den Fall, dass Eltern wegen der Kinderbetreuung zu Hause bleiben mussten.

„Zweieinhalb Monate nach der Schließung von Kitas und Schulen bequemt sich Hessen als eines der letzten Bundesländer das im Infektionsschutzgesetz vorgeschriebene Verfahren zur Verfügung zu stellen. In vielen anderen Ländern ist dieses seit Monaten am Laufen. Das ist beschämend und zeigt erneut, welchen geringen Stellenwert diese Landesregierung den Familien beimisst. Hierbei geht es nicht nur um die Entschädigung der Arbeitgeber, damit diese ihren Beschäftigten, die wegen familiären Sorgepflichten fernbleiben, nicht kündigen müssen.

Auch Selbstständige, deren direkte Existenz bedroht ist, warteten seit Monaten auf die gesetzlich garantierten Direktzahlungen. Es wird Zeit, dass Kinder, Jugendliche und Familien endlich eine angemessene Priorität in Hessen erhalten. Bis dies spürbar erfolgt, werden die berechtigten Proteste der Eltern nicht abreißen – und DIE LINKE wird diese weiter unterstützen.“


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