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Pressemitteilung


Landesregierung: Sozial Benachteiligte sollen mit einer Einweg-Maske für mehrere Wochen auskommen

Zur medizinischen Maskenpflicht und dem damit einhergehenden Schnellschuss der Landesregierung, eine Million OP-Masken über die hessischen Tafeln verteilen zu lassen, erklärt Christiane Böhm, sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Laut Paritätischem Wohlfahrtsverband sind 16,1% der Menschen in Hessen arm. In absoluten Zahlen bedeutet dies ca. eine Million Menschen, die sich nach der Vorstellung der hessischen Landesregierung jetzt mit einer Million Masken begnügen sollen. Eine Maske pro Person ist bei einem Einwegprodukt mit sehr begrenzter Tragedauer schlicht ein unanständiges Angebot. Damit werden bewusst arme Menschen aus dem öffentlichen Leben ausgegrenzt.“

Die Verlagerung der Verteilung auf die hessischen Tafeln mit ihren 57 Ausgabestellen sei vollkommen instinktlos, so Böhm. Nach Auskunft des Landesverbandes der hessischen Tafeln seien diese vor vollendete Tatsachen gestellt worden und wüssten bis heute nicht, wie dies realisiert werden soll.

„Die Tafeln werden vorwiegend von Ehrenamtlichen getragen, viele dieser gehören Risikogruppen an und halten trotzdem den Betrieb aufrecht. Den Tafeln ist vollkommen unklar, ob sie jetzt Masken für ihre 100.000 registrierten Tafelkunden erhalten oder auch darüber hinaus verteilen sollen. Ob, wann und wie die Masken geliefert werden – dazu gibt es bis jetzt keinerlei Auskunft. Die Maskenpflicht tritt aber in 48 Stunden in Kraft. Es ist schäbig, dass diese Verantwortung nun dem Ehrenamt aufgedrückt wird.  Masken müssen über viele verschiedene Kanäle ohne Bedürftigkeitsprüfung ausgegeben werden. Sonst droht eine weitere Stigmatisierung.

Noch viel wichtiger wäre endlich ein Corona-Aufschlag für Sozialleistungsbeziehende, um Mehrkosten abzufangen, und wie ihn DIE LINKE seit Pandemiebeginn fordert.“

 


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