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Pressemitteilung


Öffentliche Pharmazieforschung und -produktion fördern

Anlässlich einer gemeinsamen Bundesratsinitiative der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz zur Beauftragung einer Studie zu Lieferengpässen bei Medikamenten erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Zahl der Medikamentenengpässe hat in Deutschland in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Darauf weisen Apothekerinnen und Apotheker schon lange hin. Sie benennen auch die Ursachen: In einer globalisierten Wirtschaft bilden sich immer stärkere Monopol-Strukturen bei den Herstellern heraus, so dass viele Wirkstoffe oder Medikamente nur noch von einem oder sehr wenigen Hersteller bezogen werden können. Das heißt, sowohl Produktionsausfälle, als auch Verkaufsentscheidungen der Pharmakonzerne, können sehr negative Folgen haben.“

Aus Sicht der LINKEN brauche es deshalb nicht eine Studie, die diese Analysen der Expertinnen und Experten in fünf Jahren bestätige, sondern klare Gegenmaßnahmen, so Böhm.

„Wie überall im Gesundheitswesen gilt auch für die Pharmazie: Dr Markt regelt es nicht. Pharmakonzerne schauen auf den Profit, nicht die Versorgungssicherheit. Der Zugang zu Medikamenten ist jedoch genauso notwendiger Bestandteil der Daseinsvorsorge wie die wohnortnahe Versorgung mit Arztpraxen, Kliniken und Apotheken.

Deshalb muss in Deutschland endlich wieder eine öffentliche Pharmazieforschung und -produktion erfolgen, die sich nach den Bedürfnissen der Menschen und nicht der Märkte richtet.“


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