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Pressemitteilung


Ohne Impfstoff kein Impftermin

Zur heutigen Aufhebung der Impfpriosierung erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:


„Ab heute können sich alle für einen Termin zur Impfung gegen Covid-19 registrieren lassen, ob im Impfzentrum, in der hausärztlichen Praxis oder im Betrieb. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass kurzfristig ein Termin vergeben wird. Es warten immer noch fast eine halbe Million Menschen in Hessen, die einer der drei Priorisierungsgruppen angehören, auf ihr Terminangebot. Jetzt werden aber zuerst die Zweitimpftermine durchgeführt. Impfstoff ist jedoch weiterhin knapp und Lieferungen lassen auf sich warten. Warum die Landesregierung jetzt allen und auch Jugendlichen ab 12 Jahre baldige Termine verspricht, bleibt deren Geheimnis.“


Die hessische Landesregierung lasse eine klare Impfstrategie vermissen, so Böhm.


„Vor Ort ist es nicht einmal möglich, in den Stadtteilen mit besonderem Bedarf ein Impfangebot zu machen, weil der Impfstoff nicht ausreicht. Dies wäre aber notwendig, um Personengruppen zu impfen, die aktuell besonders stark unter der Erkrankung leiden. Es braucht von der Landesregierung einen vernünftigen und vorausschauenden Umgang mit dem Impfstoff und eine vernünftige Prioritätensetzung, welche nur durch erhöhte Krankheitsgefahren ausgelöst und nicht durch andere Erwägungen sein darf. Zusätzlich ist es notwendig, die Lizenzen für die Impfstoffe freizugeben, damit die Bevölkerung gerade der armgehaltenen Länder geimpft werden kann. Dies gebietet die Menschlichkeit, ist aber auch die einzige Chance, um Corona zurückzudrängen.“


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