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Pressemitteilung


Rechtsterroristischer Anschlag von Hanau: Zahlreiche Verfehlungen kennzeichnen das Verhalten der Behörden im Umgang mit den Angehörigen der Opfer

Anlässlich der dritten öffentlichen Sitzung des Untersuchungsausschusses zum rechtsterroristischen Anschlag in Hanau erklärt Saadet Sönmez, Obfrau für die Fraktion DIE LINKE. im Untersuchungsausschuss Hanau sowie Wahlkreisabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis:

„Heute haben der Überlebende Etris Hashemi und Armin Kurtović, der Vater des ermordeten Hamza Kurtović, mit Hilfe der Organisation Forensic Architecture einen bedrückenden Sachverhalt dargelegt: Ohne verschlossenen Notausgang am zweiten Tatort hätten den rassistischen Anschlag vermutlich mehr Menschen überlebt. Dass die Notausgangstür verschlossen war, hatte die Polizei bei ihrer ersten Tatortbegehung festgestellt, wie den Akten der Staatsanwaltschaft Hanau zu entnehmen ist.“

Zudem sei es eine Zumutung für die Angehörigen, wie die Polizei nach dem Anschlag vorgegangen sei, so Sönmez. So habe es eine sogenannte Gefährderansprache durch die Migrationsbeauftragte des Polizeipräsidiums Südosthessen gegeben, die bei dem den Anschlag überlebenden Bruder des ermordeten Said Nesar Hashemi stattgefunden habe. Grund sei der vermeintlich notwendige Schutz des Vaters des Täters gewesen, der das rassistische Weltbild seines Sohnes teile.

„Einen schwer verletzten Überlebenden als Gefährder einzustufen und ihn mit einer Gefährderansprache zu konfrontieren, ist ein würdeloser Vorgang. Der Umgang mit den Angehörigen der Opfer und den Überlebenden war in vielfacher Hinsicht durch Ignoranz und Mangel an Empathie geprägt. Dieses Verhalten ist nur aus einer vorurteilsbehafteten Perspektive auf die Gruppe der Überlebenden und Angehörigen zu erklären.“


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