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Pressemitteilung


Sabotage an der Verkehrswende – außerordentliche RMV-Preiserhöhung tritt in Kraft

Heute trat im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eine außerplanmäßige Preiserhöhung in Kraft – durch das 9-Euro-Ticket von vielen zunächst unbemerkt. Dazu erklärt Axel Gerntke, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:

„Das 9-Euro-Ticket zeigt den richtigen Weg für einen attraktiven Nahverkehr auf. Die Preiserhöhung im RMV hingegen ist völlig aus der Zeit gefallen und ist Sabotage an der notwendigen Verkehrswende.“

Erst zum Januar 2022 seien die Preise im RMV zuletzt erhöht worden, dadurch wurden nun binnen sechs Monaten manche Fahrkarten um mehr als zehn Prozent teurer, so Gerntke. Das sei gerade in diesen Zeiten unverantwortlich, in denen immer noch viele Menschen Einkommenseinbußen hätten und gleichzeitig die Lebenshaltungskosten enorm stiegen. Der öffentliche Nahverkehr sei eine hoheitliche Aufgabe und solle Mobilität für alle sicherstellen. Hier dürfe sich die Landesregierung nicht hinter scheinbaren betriebswirtschaftlichen Sachzwängen verstecken.

„Das Land Hessen muss den ÖPNV stärker finanzieren und auch grundlegend neue Wege der Finanzierung ins Auge fassen. Das könnten etwa Unternehmensabgaben für die Erschließung mit Bus und Bahn sein, wie sie in anderen Ländern Europas bereits existieren. Mit der überfälligen Abkehr von der Logik möglichst hoher ‚Kostendeckungsgrade‘ durch die Fahrgäste würde dann perspektivisch ein Nulltarif sowie der Ausbau des ÖPNV auch in ländlichen Regionen möglich.“

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