Pressemitteilung

Schäferinnen und Schäfer besser finanziell unterstützen - Wolf ist nicht die Ursache des Übels, sondern die verfehlte Politik

Heidemarie Scheuch-PaschkewitzLandwirtschaft und Tierschutz

Anlässlich der heutigen Proteste der Schäferinnen und Schäfer in Wiesbaden erklärt Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Eine verfehlte Politik ist die Hauptursache der Sorgen der Schäferinnen und Schäfer – nicht der Wolf. Wir brauchen eine existenzsichernde Bezahlung für die wichtige Gemeinwohlarbeit der Weidetierhalterinnen und –halter, zum Beispiel durch eine Weidetierprämie. DIE LINKE fordert diese Prämie von 30 Euro pro Tier bereits seit Jahren auf Bundesebene. Sie wird aber immer wieder mit fadenscheinigen Gründen abgelehnt.“

Dass Wölfe in Deutschland wieder einen Lebensraum gefunden haben, sei ein großartiger Erfolg im Naturschutz. Es sei völlig falsch, aus der Not heraus reflexartig Angst vorm ‚bösen Wolf‘ zu schüren, so Scheuch-Paschkewitz. Im letzten Jahr habe es vereinzelte Wolfsrisse an Nutztieren gegeben, während jährlich im Schnitt ca. 15.000 Schafe in Hessen an anderen, vielleicht auch vermeidbaren Ursachen, als sogenannte ‚Falltiere‘ versterben.

„Durch eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Schäferinnen und Schäfer wäre es ihnen möglich, ausreichende Herdenschutzmaßnahmen zu ergreifen, die Tiere effektiv vor verschiedenen Gefahren - und damit auch ihre eigene Existenz - zu schützen.“