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Pressemitteilung


Schulen vollkommen überlastet – weitere Zusatzaufgaben brauchen endlich weitere Ressourcen!

Anlässlich der heute von der Hessischen Landesschüler*innenvertretung (LSV) angestoßenen Debatte um die Beschulung ukrainisch Geflüchteter erklärt Elisabeth Kula, Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Kinder und Jugendliche aus Kriegsgebieten brauchen so viel Normalität und Alltag wie nur möglich, auch in Kitas und Schulen. Schülerinnen und Schüler, die aus der Ukraine geflohen sind, benötigen vertiefte individuelle Förderungen durch qualifizierte Lehrkräfte und intensive Unterstützung durch Schulpsychologinnen und Schulpsychologen. Wir teilen die Kritik der LSV, wonach der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) wieder einmal die Fakten beschönigt und die Realität leugnet.“

Sowohl Lehrkräfte als auch Schulpsychologen seien seit Jahren Mangelware, so Kula. Angekündigte Programme und Entlastung ließen auf sich warten, stattdessen fülle man nun die Klassen auf und belaste die Lehrkräfte erneut zusätzlich.


„Damit muss Schluss sein. Das jüngst erhobene Schulbarometer hat unter anderem gezeigt, wie stark die Belastung im Klassenzimmer auf die Gesundheit der Lehrkräfte einwirkt. 90 Prozent der befragten Lehrkräfte empfinden ihre Arbeitsbelastung als zu hoch. Dies darf nicht dazu führen, dass Kinder und Jugendliche auf der Strecke bleiben. Neben einer gerechteren Bezahlung und der dringend notwendigen Reduzierung der Pflichtstunden braucht es viel mehr pädagogisches Personal an hessischen Schulen.

Über 40 Prozent der Lehrkräfte leidet unter Erschöpfungszuständen, körperliche Beschwerden haben über 60 Prozent. Eine Entlastung ist unausweichlich, daher bleibt es unverständlich und fahrlässig, dass Lorz die Situation an den Schulen schlichtweg ignoriert. Als LINKE haben wir eine Anfrage zu den Corona-bedingten Versprechen des Kultusministers, die Schulpsychologie stärken zu wollen, auf den Weg gebracht. Warme Worte reichen nicht!“

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