Pressemitteilung

Sexistische Werbung: Frankfurter Polizei setzt seit Jahren im Oktober auf dieses ‚Mittel‘

Christiane BöhmFrauenInnenpolitik

Ende September hat das Bündnis Frauen*Streik Frankfurt auf ein sexistisches Plakat der Polizeilichen Beratungsstelle Frankfurt am Main hingewiesen, das am 1. Polizeirevier aufgehängt war. Inzwischen liegt eine Antwort des hessischen Innenministers Peter Beuth (CDU) auf eine diesbezügliche Kleine Anfrage der LINKEN vor. Dazu erklärt Christiane Böhm, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Ich bin Innenminister Peter Beuth ausgesprochen dankbar, dass er mir ausführlich Sinn und Zweck des vermeintlichen Wortspiels mit dem Oktoberfest erläutert hat. Wörtlich heißt es in der Antwort: ‚Die bei der Fragestellerin durch die Darstellung der mit einem Dirndl bekleideten Frau entstandene Eindruck einer sexistischen Werbebotschaft ist zu keinem Zeitpunkt durch die handelnden Polizeibediensteten beabsichtigt gewesen.‘ Darauf wäre ich nie gekommen. Ebenso wenig darauf, dass es in der Frankfurter Polizei seit drei Jahren üblich ist, in sexistischer Manier vermeintliche Werbung zum Thema Einbruchsschutz zu machen.

Offensichtlich fehlt es den verantwortlichen Beamtinnen und Beamten an jeder Sensibilität, wie eine solche Außenwerbung wahrgenommen wird. Ich hoffe sehr, dass dieses Unikat in der Mottenkiste landet, wo es - genauso wie jede andere Form von Sexismus und Patriarchat - hingehört.“

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