Pressemitteilung

Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler brauchen mehr von der Landesregierung als Klöppelkurse und Trachtenumzüge

Saadet SönmezMigration und Integration

Anlässlich der heutigen Debatte zum Aktuellen Setzpunkt der CDU ‚Bewahrung des Kulturgutes von Spätaussiedlern und Heimatvertriebenen spielt in Hessen eine wichtige Rolle‘ erklärt Saadet Sönmez, migrations- und integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Zugewanderte zu integrieren, ihnen eine Chance auf echte Teilhabe zu geben, ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft anzuerkennen und ihr Kulturgut zu bewahren, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und das sollte unabhängig von der Abstammung, Nationalität und Staatsangehörigkeit gelten.

Leider hat man mit dem Zuzug von Aussiedlern und Spätaussiedlerinnen im Rahmen des Bundesvertriebenengesetz Deutsche zweiter Klasse geschaffen. Die Berufsabschlüsse der Deutschstämmigen aus der ehemaligen Sowjetunion wurden vielfach nicht anerkannt, sodass sie sich in ungelernten Berufen wiederfanden und zusätzlich auf Grund des Fremdenrentengesetzes in die Altersarmut gedrängt werden.

Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler brauchen mehr als Klöppelkurse, Kochrezepte und Trachtenumzüge. Sie brauchen politische Entscheidungen, die eine konkrete Verbesserung ihrer materiellen Lebensgrundlage ermöglicht. Diese wird es in einem schwarzgrün-regierten Hessen allerdings nicht geben.“