Pressemitteilung

Steigende Zahl von Kriegsflüchtlingen: Land Hessen muss für bessere Beratungs- und Unterstützungsstrukturen sorgen

Saadet SönmezMigration und IntegrationRegierung und Hessischer LandtagSoziales

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen und der Hessische Flüchtlingsrats beklagen in einer gemeinsamen Pressemitteilung angesichts steigender Zahlen von aus der Ukraine fliehenden Menschen eine fehlende professionelle Beratungsstruktur für Geflüchtete in Hessen. Dazu erklärt Saadet Sönmez, integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE-Fraktion unterstützt die Forderung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und des Hessischen Flüchtlingsrats, dass die Landesregierung unabhängige professionelle Beratungsstrukturen stärken und flächendeckend ausbauen muss. Es ist zwar erfreulich, wenn viele Menschen den aktuell hier ankommenden Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine helfen. Doch es ist absehbar, dass zivilgesellschaftliche Hilfsstrukturen auf Dauer die Aufgaben nicht im notwendigen Maß schultern können. Nun rächt sich, dass die schwarzgrüne Landesregierung professionelle Hilfs- und Beratungsstrukturen nicht ausreichend ausgestattet hat.

Es ist ein schweres Versäumnis der Landesregierung, dass es in Hessen, anders als in anderen Bundesländer, keine Förderung regionaler Migrations- und Flüchtlingsberatungsstellen gibt. Hier muss Schwarzgrün handeln und diesen Fehler jetzt beheben.“

Außerdem trete DIE LINKE grundsätzlich dafür ein, dass der Umgang mit ukrainischen Geflüchteten auch der Maßstab für den Umgang mit Geflüchteten aus anderen Kriegsgebieten sein sollte. Es dürfe keine Geflüchtete erster und zweiter Klasse geben. Auch in anderen Teilen der Welt verursachen dort stattfindende Kriege sehr großes Leid, so Sönmez.