Pressemitteilung
Streik bei den Bodenverkehrsdiensten: Solidarität mit den Beschäftigten der WISAG
Zum heutigen Warnstreik der Beschäftigten der Firma WISAG bei den Bodenverkehrsdiensten am Frankfurter Flughafen erklärt Christiane Böhm, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und Abgeordnete aus dem Kreis Groß-Gerau:
„Die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste verrichten harte Arbeit und verdienen einen fairen Umgang sowie gute Arbeitsbedingungen. Die Forderungen sind mehr als legitim, etwa die Absenkung der 40-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und eine Lohnerhöhung um 90 Euro in Zeiten grassierender Inflation.”
Politisch stehe dieser Streik auch im Kontext der Privatisierungs- und Wettbewerbslogik am Verkehrsflughafen Frankfurt - einer öffentlichen Infrastruktur, die früher mal als Jobmotor gegolten habe. Heute laufe ein politisch gewollter Dumping-Wettbewerb, in dem die Beschäftigten sich gegen immer neue Angriffe auf ihre Arbeitsbedingungen wehren müssten. WISAG etwa wolle sogar noch Zuschläge kürzen, so Böhm.
„Als die Bodenverkehrsdienste vor einigen Jahren vom grün-geführten Verkehrsministerium an die WISAG vergeben wurde, war das Unternehmen sogar noch ganz ohne Tarifvertrag. Vor einem Jahr wurden 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kurz vor Weihnachten entlassen, obwohl es möglich gewesen wäre, Kurzarbeitergeld zu beantragen. Fakt ist, dass die Arbeitsbedingungen am Flughafen immer schlechter werden. Undurchsichtige Firmengeflechte aus Tochterunternehmen und Subunternehmern erschweren die Kontrolle zusätzlich.
DIE LINKE wünscht den Beschäftigten viel Erfolg für ihren Streik und tritt weiterhin für gute Arbeit am Frankfurter Flughafen ein.“
