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Pressemitteilung


UNA Hanau: Konsequenzen aus Verantwortungslosigkeit der Justizbehörden ziehen

Anlässlich der gestrigen Sitzung des Untersuchungsausschuss Hanau zum Thema Einsatztaktik der Polizei und der Obduktionen der Leichen erklärt Saadet Sönmez, Obfrau für die Fraktion DIE LINKE. im Untersuchungsausschuss Hanau sowie Wahlkreisabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis:

„Die Aussagen der Vertretenden der Staatsanwaltschaft Hanau und der Generalbundesanwaltschaft zeigen, dass die berechtigten Interessen der Angehörigen bei der Frage des Verbleibs der Leichen der Opfer und der Obduktionen für die Justizbehörden keine Rolle gespielt haben. Diese Ignoranz ist dramatisch, weil sie zur Traumatisierung der Angehörigen und Überlebenden beigetragen hat.

Hinzu kam Chaos bei den Zuständigkeiten: Konkret wurden die Obduktionen von der Staatsanwaltschaft Hanau genehmigt, obwohl die Generalbundesanwaltschaft bereits übernommen hatte. Letztere hatte keine Kenntnis über die bereits laufenden Obduktionen. Die meisten Angehörigen wurden nicht über die Obduktionen informiert, obwohl eine Anhörung vorgesehen ist.

Die zuständige Ermittlungsbehörde, die Generalbundesanwaltschaft, hatte keine Information darüber, dass die Rechtsmedizin für den 23. Februar 2020 das Angebot für die Angehörigen vorbereitet hatte, sich von den Toten verabschieden zu können. Niemand leitete dieses Angebot an die Angehörigen weiter. Ein solcher Umgang mit den Opfern von rechten Terroranschlägen darf sich so nicht wiederholen. Aus dieser Verantwortungslosigkeit der Justizbehörden müssen konkrete Konsequenzen folgen.“ 

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