Pressemitteilung

Waldzustandsbericht zeigt: Die Wende zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft ist überfällig. Wälder erhalten, statt für Autobahnen abholzen

Heidemarie Scheuch-PaschkewitzUmwelt- und Klimaschutz

Anlässlich der heutigen Vorstellung des hessischen Waldzustandsberichts erklärt Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Der Umgang mit den hessischen Staatswäldern muss sich grundlegend ändern. Über Jahrzehnte ist ein Großteil der Wälder als renditeorientierte Holzfabrik genutzt worden – mit fatalen Folgen. Um die vielfältigen ökologischen Leistungen des Waldes zu erhalten, ist eine Wende hin zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft schon lange überfällig. Die Holzproduktion darf nicht das ausschlaggebende Kriterium für den Waldbau sein. Und gerade wenn es um die Wälder immer schlechter steht, gilt es, nicht noch unnötig Bäume zu fällen, etwa für neue Autobahnen oder Kiesabbau.“

Erst im Sommer habe der Landesbetrieb Hessen-Forst Alarm geschlagen, so Scheuch-Paschkewitz. Ein Drittel der Bäume in den hessischen Staatswäldern seien mittlerweile geschädigt, so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984.

„Trockenperioden, Waldbrände, Stürme und Schädlinge: Der Klimawandel macht den Wäldern schwer zu schaffen. Dabei sind wir mehr denn je auf gesunde Wälder angewiesen, gerade als CO2-Senken, die den Klimawandel verlangsamen können. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist eine Mammutaufgabe für unsere Generation.

DIE LINKE fordert die schwarzgrüne Landesregierung auf, sich für eine entwaldungsfreie Lieferkette